Telekom Austria baut riesige Infrastruktur für EURO 2008TM - Bild

Wien (OTS) - Technische Vorbereitungen weitgehend abgeschlossen -Über 2 Petabyte Datenvolumen und Milliarden Zuseher erwartet -Fernsehen und Radio, Fotoversand in alle Welt, Unterstützung für Sprachtelefonie über Telekom Austria Netze - Die TV-Signale aller Spiele in Österreich und der Schweiz werden via International Broadcast Centre (IBC) in Wien zu Broadcastern übertragen und weiter in alle Welt verbreitet - Happel-Stadion bereits angebunden und verkabelt - Modernste Infrastruktur für Journalisten und Fotografen -Höchste Bandbreiten für Spitzenbelastungen

Telekom Austria, offizieller Ausrüster für Telekommunikation der UEFA EURO 2008TM in Österreich, hat die umfangreichen technischen Vorbereitungen für die technische Anbindung und Versorgung des Finalschauplatzes Wien weitgehend abgeschlossen.

"Wien beherbergt mit dem größten der acht bei der UEFA EURO 2008TM bespielten Stadien nicht nur die Arena für das Endspiel, sondern mit dem International Broadcast Center (IBC) auch jenes Multimedia-Nervenzentrum, in dem alle Fernsehbilder aus den acht Stadien für die Übertragung in die ganze Welt aufbereitet werden", erklärt Ing. Mag. Rudolf Fischer, Generaldirektor von Telekom Austria TA AG.

"Darüber hinaus bindet Telekom Austria weitere strategische Standorte wie das regionale Akkreditierungscenter im Wiener Dusika Stadion und das Wiener Headquarter der EURO 2008 S.A. im Hotel Hilton Stadtpark an ihren Glasfaser-Backbone an", gibt Fischer Einblick in das bislang größte Eventprojekt des Unternehmens. Telekom Austria rüstet darüber hinaus auch die Medienzentren in Salzburg, Innsbruck und Klagenfurt aus.

Ein Blick hinter die Kulissen der EURO 2008TM: So läuft die Medienmaschine

Gerade bei Spitzenbelastungen (Finale!) muss sichergestellt sein, dass die Systeme der enormen Belastung standhalten. Bereits die UEFA EURO 2004TM in Portugal hatte im Durchschnitt 150 Millionen Zuseher pro Spiel, und insgesamt rund 8 Milliarden Zuseher! Dazu kommen noch alle Menschen, die via Radio und Printmedien sowie im Internet an der UEFA Fußball Europameisterschaft teilnehmen.

Um diese Medienmaschine der Superlative bedienen zu können, wird Telekom Austria an den vier Stadienstandorten in Österreich folgende Infrastruktur einrichten:

o 100 Arbeitsplätze (-tische) mal 3 Sitze für insgesamt 300 TV-Reporter
o 40 Arbeitsplätze mal 2 Sitze für 80 Radioreporter
o 550 Sitzplätze für Printjournalisten
o Anbindungen für 210 Fotografen, die Ihre Bilder direkt vom Spielfeldrand via Breitband in die Welt schicken können
o 400 LAN- und 400 WLAN-Zugänge im Pressezentrum

Für die Datenübertragung stehen Österreich weit bereit:

o 1080 ISDN-Anschlüsse
o 65 ADSL-Anschlüsse
o 4.050 LAN-Zugänge
o 1.730 WLAN-Zugänge
o 115 Telefonanschlüsse (POTS)

Riesige Datenmengen von über 2 Petabyte sicher in alle Welt verschicken

"Wir können mit unseren Systemen bei der UEFA EURO 2008TM eine Datenmenge von 100 Megabyte pro Sekunde übertragen", erklärt Fischer. Dies entspricht 100 digitalen Fernsehprogrammen oder 300 aonTV Programmen gleichzeitig. Wir rechnen damit, dass während der gesamten Dauer der UEFA EURO 2008TM knapp über 2 Petabyte Daten in alle Welt verschickt werden!" Dies entspricht in etwa der dreifachen Datenmenge, die bei der Digitalisierung des gesamten Buchbestands der Nationalbibliothek anfallen würde.

Top-Ausstattung für weltweite Medienberichterstattung

Für die leitungstechnische Anbindung des Finalschauplatzes Happel Stadion und des IBC in der Messe Wien wurden 350 m Künette neu gegraben und insgesamt 13 km Lichtwellenleiterkabel und 3 km Inhouse Kupferkabel - teils über vorhandene Kabelkanäle - verlegt. Im Ernst Happel-Stadion können die Medienvertreter bei ihrer täglichen Berichterstattung auf modernste Telekommunikationsausstattung zurückgreifen. Den Journalisten werden zwei räumlich getrennte Mediacenter zur Verfügung stehen. Neben dem großen, außerhalb des Stadions aufgebauten und über eine Brücke begehbaren Mediacenter mit rund 450 Arbeitsplätzen und bis zu 1.250 Anschlüssen für Sprache, Daten und Internet wird es im ersten Stock noch ein kleines Mediacenter mit rund 100 Anschlüssen geben.

Eine besondere Herausforderung stellt die Mediatribüne dar. "Hier wird die Verfügbarkeit zwischen Gruppenphase und Viertelfinale noch einmal signifikant erhöht", berichtet Fischer, "d.h. wir müssen hier in nur vier Tagen die Anzahl der Journalistenarbeitsplätze nahezu verdoppeln." In der Gruppenphase werden 580 Sitzplätze, im Endausbau bei den K.O.-Spielen Viertelfinale, Semifinale und Finale rund 930 Sitzplätze, davon 100 für Kommentatoren zur Verfügung stehen.

In unmittelbarer Spielfeldnähe werden rund 210 Fotojournalisten über zwei hinter der Bande errichtete Schränke die Möglichkeit haben, ihre Bilder aus dem Happel-Stadion just-in-time in alle Welt zu versenden.

Fernseh-Infrastruktur für High und Standard Definition

Wie jedes andere UEFA EURO 2008TM Stadion in Österreich ist auch das Wiener Ernst Happel-Stadion mit der erforderlichen Bandbreite für die parallele Übertragung von 12 HDTV-Signalen und 18 SDTV-Signalen an das Transportnetz von Telekom Austria angebunden. Wenige hundert Meter vom Ernst Happel-Stadion - in der Messe Wien (Halle D und ein Drittel Halle C) - treffen alle unkom¬primierten TV-Signale aus den UEFA EURO 2008TM-Stadien zusammen und werden dort unkomprimiert zu Broadcastern in aller Welt geschalten.

Das Transportnetz für die UEFA EURO 2008TM von den EM-Stadien zum IBC bildet der für die UEFA EURO 2008TM hochgerüstete österreichweite Glasfaser-Backbone von Telekom Austria. In diesem steht nun eine Transportkapazität von insgesamt 90 Gbit/s zur Verfügung. Damit könnte eine DVD mit rund 2 Stunden Spieldauer in nur einer halben Sekunde übertragen werden.

Infrastrukturausbau mit klarer Umwegrentabilität

Nach der UEFA EURO 2008TM werden die österreichische Wirtschaft und die Kunden von Telekom Austria vom jetzt hochgerüsteten Multimedia Backbone-Netz stark profitieren. Der Netzupgrade für die Erbringung von Telekommunikationsdienstleistungen bei der UEFA Fußball-Europameisterschaft 2008 durch Telekom Austria positioniert Österreich bei Standortqualität und Ausbau der Informationsgesellschaft auch in den kommenden Jahren im internationalen Spitzenfeld. Für die High-Speed-Infrastruktur wird es vielfältige Nachnutzungsszenarien geben, die von der Verteilung für Digitales Fernsehen, über modernen E-Commerce, E-Security und E-Learning Lösungen bis hin zu crossemedialem Entertainment und verschiedensten Web 2.0 Applikationen reichen werden.

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