Neubauer: 50 Jahre Kundgebung Sigmundskron - Gedenken und Auftrag!

Scharfe Kritik an der Südtiroler Volkspartei - unredliche Verunglimpfung der Freiheitskämpfer

Wien (OTS) - Der stellvertretende Obmann des parlamentarischen Südtirol-Unterausschusses FPÖ-NAbg. Werner Neubauer wird morgen an der Gedenkfeier in Siegmundskron teilnehmen. Diesen Samstag jährt sich zum 50. Mal der Tag, an dem das Süd-Tiroler Volk mit einer imposanten Kundgebung einen Meilenstein in seinen Unabhängigkeitsbestrebungen gesetzt hat. "Los von Trient" lautete die offizielle Losung, das "Los von Rom" war die Hoffnung vieler.

"Es stellt deshalb einen besonderen Affront dar, diejenigen Aktivisten in einer Broschüre zu beschimpfen, die unter Einsatz ihres Lebens dazu beigetragen haben, dass die deutsche Bevölkerung Südtirols heute als Zwischenlösung jene Annehmlichkeiten vorfindet, die ihnen das Autonomiestatut bietet", sagt Neubauer. "Wenn sich die SVP so weit selbst erniedrigt, dass sie in der Broschüre "Aufbruch zur Autonomie" Aktivitäten der 60er-Jahre als schädlich bezeichnet, verleugnet sie die historischen Tatsachen und reiht sich damit nahtlos in die Reihe konservativer Aussagen a la Van Staa und Dr. Kohl ein, die erst vor einigen Tagen wieder die Behauptung aufgestellt hatten, die Grenzen zu Südtirol seien längst gefallen." Auch werde dadurch in keiner Weise die Meinung eines großen Teiles der Südtirolerinnen und Südtiroler wiedergegeben.

"Ich halte fest, dass die Kundgebung von Sigmundskron 1957 wichtig war, aber nicht allein entscheidend. Viele Südtiroler brachten damals ihre Ohnmacht und Wut gegen die staatliche Arroganz und ihre Enttäuschung über die Haltung Italiens gegenüber Südtirol und insbesondere ihren Protest gegen die Unterwanderungspolitik zum Ausdruck. Viele, wohl die meisten, gingen nach Siegmundskron, um für die Selbstbestimmung und für das Los von Rom einzutreten. Dieses Los von Rom wurde von der SVP in ein Los von Trient uminterpretiert" erklärt Neubauer. "Ich werde selbstverständlich am Samstag an der Stigmundskron-Gedenk-Veranstaltung des Schützenbundes teilnehmen. Einen wesentlichen Anteil am späteren zweiten Autonomiestatut und an der Autonomieentwicklung hatten vor allem auch die ausschlaggebenden Aktivitäten eines Jörg Klotz, Luis Amplatz, Sepp Kerschbauemer und zahlreicher anderer Patrioten."

Die FPÖ nimmt ausdrücklich die Südtirol-Aktivisten der Feuernacht und der 60er-Jahre in Schutz und verwahrt sich dagegen, dass sie derart verunglimpft werden. Die Aktivisten der Sechziger kämpften für das Recht auf Selbstbestimmung, dass der deutschen Bevölkerung im Jahre 1918 verwehrt worden war. "Als Freiheitliche ist uns Sigmundskron mehr als eine Gedenkstunde im würdigen Rahmen. Für uns ist dieser Ort gleichzeitig Auftrag und Verpflichtung", stellt Neubauer abschließend fest.

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