Traismauer: Schluss mit der Spatenstich-Trophäenjagd

Wien (OTS) - "Legt der Donauschifffahrt keine Steine in den Weg!" Mit ironischem Kommentar kritisiert die Umweltorganisation VIRUS die als modifizierter Spatenstich in der Donaumitte geplante Grundsteinlegung der Autobahnbrücke Traismauer. "Man muß schon sehr von der Autobahnringfantasie besessen sein um rund 200 Millionen Euro für eine Abkürzung auf dem Dienstweg von Radlbrunn nach St Pölten hinzublättern und dabei auf abenteuerliche Weise "Natura 2000"-Bestimmungen aus dem Weg zu räumen", stellt VIRUS Sprecher Wolfgang Rehm die Sinnhaftigkeit des Projekts in Frage.

Am Beispiel der Traismaurer Autobahnbrücke zeige sich auch die weltfremde Praxis bei der Umweltverträglichkeitsprüfung. VIRUS kritisiert, dass einerseits die Einreichprojekte bei der Behörde monatelang "gut abgehangen vor sich hin rotten dürfen", während sich anderrerseits BürgerInitiativen in nur 6 Wochen "durch Tonnen von Papier fressen" sollen und dazu mit unzähligen Schikanen konfrontiert werden. "Eine Generalsanierung für die derzeitige UVP-Gesetzesruine hin zu einer echten Partizipationskultur ist längst überfällig," fordert Rehm abschließend.

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Wolfgang Rehm
Tel.: 0699/12419913
virus.umweltbureau@wuk.at
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