Malina: MMI ist zentrales Kernstück des nationalen Innovationssystems

Foglar: Investitionen in F&E sichern Beschäftigung und ausgewogene Sozialstruktur

Wien (GMTN/FEEI/ÖGB) - Fachverband der MASCHINEN & METALLWAREN Industrie und Gewerkschaft Metall-Textil- Nahrung präsentieren anlässlich der Veranstaltung "Forschung schafft Arbeit, Innovation sichert unsere Zukunft" gemeinsames Positionspapier zur Stärkung der Branche am Produktionsstandort Österreich++++

Mehr als ein Fünftel der F&E-Ausgaben und der F&E-Beschäftigten sind der größten heimischen Industriebranche, der Maschinen & Metallwaren Industrie (MMI) zuzurechnen. Die MMI ist damit nicht nur forschungsaktiver als der Durchschnitt der heimischen Industrie, sondern zählt auch zu den forschungsaktivsten Branchen des europäischen Maschinenbaus. Um die Branche im nationalen und internationalen Wettbewerb weiterhin zu unterstützen, präsentierten gestern der Fachverband der MASCHINEN & METALLWAREN Industrie (FMMI) und die Gewerkschaft Metall, Textil, Nahrung (GMTN) ein gemeinsames Positionspapier zur Gestaltung der F&E-Rahmenbedingungen für die KMU-orientierte Industrieproduktion in Österrreich. "Die Maschinen-und Metallwarenindustrie hat sich in ihrer langjährigen Tradition als hoch anpassungsfähig erwiesen und ist heute ein zentrales Kernstück des nationalen Innovationssystems. Die innovatorischen Anstrengungen sind überdurchschnittlich unternehmerisch getrieben, wobei 90% unserer Betriebe hochspezialisierte Klein- und Mittelbetriebe sind. Diese Unternehmen wollen wir mit entsprechenden Rahmenbedingungen unterstützen, damit sie auch in Zukunft erfolgreich innovieren können", erklärte FMMI-Obmann Clemens Malina-Altzinger anlässlich der Präsentation. Und Erich Foglar, Bundesvorsitzender der GMTN ergänzte:
"Es ist nach wie vor möglich, international wettbewerbsfähig zu sein und gute Jobs in Hochlohnländern zu bewahren und zu schaffen. Im Zeitalter der globalen Produktion richten sich Standortentscheidungen nicht nur nach den Lohnniveaus. Qualitativ hochwertige Berufsausbildung und Facharbeit sowie universitäre Forschungsaktivitäten in Zusammenarbeit mit den Unternehmen sind entscheidende Standortfaktoren zur Schaffung von Arbeitsplätzen." Foglar appellierte daher auch an die Verantwortlichen in der Politik, die vorgelegten Sozialpartnervorschläge zu den Themen Forschung und Innovation sowie Aus- und Weiterbildung umzusetzen.

Effizientes Fördersystem, gute Infrastruktur, geeignetes Forschungsklima und qualifizierte Mitarbeiter als wesentliche Parameter für erfolgreiche F&E

Innovation bedeutet "Forschung nah am Markt". Damit die Unternehmen ihre Innovationskraft in Innovationsleistungen umsetzen können, bedarf es der Sicherstellung der Planungs- und Investitionssicherheit, vor allem für Klein- und Mittelunternehmen. Die Sozialpartner fordern daher eine Reduktion der Komplexität des F&E-Fördersystems und höhere Beiträge der öffentlichen Hand zur F&E-Risikoabdeckung. Damit sollte nicht nur die Attraktivität des Fördersystems an sich, sondern auch die Möglichkeit einer Inanspruchnahme durch die Unternehmen verbessert werden.
Einig waren sich die Malina-Altzinger und Foglar auch darüber, dass der Erfolg Österreichs als Innovationsstandort in unmittelbarem Zusammenhang mit der Verfügbarkeit von Infrastruktur in den Bereichen Verkehr, IKT und Energie steht. Die ausgezeichnete Exportleistung der Unternehmen kann nur durch die entsprechende infrastrukturelle Anbindung an die internationalen Märkte gewährleistet werden. Sie sichert den Betrieben die internationale Wettbewerbsfähigkeit und erhöht zugleich die Attraktivität des Industriestandortes um ein Vielfaches.
Ebenso entscheidend ist auch die Schaffung eines geeigneten Forschungsklimas. Flexible Arbeitszeiten und ausreichend Zeit für Aus- und Weiterbildung sind wesentliche Voraussetzungen für die Sicherstellung einer ausgewogenen Sozialstruktur in F&E-intensiven Betrieben.
Eine hohe Barriere für erfolgreiche Innovationsleistungen der Unternehmen stellt auch der Mangel an qualifiziertem Personal dar. Umso wichtiger sind effiziente Maßnahmen, um den Bedarf an naturwissenschaftlichen MitarbeiterInnen sowie vor allem in den klassischen Berufen wie MaschinenbautechnikerIn, SchweißerIn, ZerspanungstechnikerIn etc. decken zu können.

Forderungspapier ist Auftakt für weitere gemeinsame Aktionen der Sozialpartner

Die heute präsentierten Empfehlungen an die Politik stellten für die Sozialpartner den Auftakt für die Entwicklung weiterer gemeinsamer Aktivitäten dar. "Unser Ziel ist es, eine der größten Industriebranchen Österreichs in ihrer weiteren überaus erfolgreichen Entwicklung zu unterstützen. Die Branche hat aufgezeigt, dass man auch im Hochlohnland Österreich in den einzelnen Produktionsstandorten zur laufenden Arbeitsplatzsteigerung und -sicherung beigetragen hat, wie auch in den Bereichen der produktionsnahen Dienstleistung", sind sich Malina-Altzinger und Foglar abschließend einig.

Über den FMMI
Der Fachverband der MASCHINEN & METALLWAREN Industrie ist die gesamtösterreichische Vertretung aller Unternehmen aus den Industriezweigen Maschinenbau, Anlagenbau, Stahlbau und Metallwaren, die im Jahr 2006 gemeinsam einen Produktionswert von über 39 Milliarden Euro erwirtschafteten. Die mittelständisch strukturierte Branche stellt mit über 1.200 Unternehmen und mehr als 110.000 direkten Beschäftigten das Rückgrat der industriellen Beschäftigung in Österreich dar. Oberstes Ziel des Fachverbandes ist die Mitwirkung an der Gestaltung von maßgeblichen rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, um den erfolgreichen Fortbestand der Unternehmen der Maschinen- und Metallwarenbranche im internationalen Wettbewerb zu sichern.

Über die GMTN
Die Gewerkschaft Metall-Textil-Nahrung (GMTN)vertritt die Arbeiterinnen und Arbeiter in den Branchen Metall, Textil, Agrar, Nahrung, Genuss und Arbeitskräfteüberlassung. Oberstes Ziel der GMTN ist es, durch moderne Kollektivverträge im Rahmen der Sozialpartnerschaft die Einkommen, Arbeitsbedingungen und die Rechte der ArbeitnehmerInnen zu sichern und weiter auszubauen. Die GMTN verhandelt jedes Jahr knapp 125 Kollektivverträge und Lohnverträge mit den Arbeitgebern der jeweiligen Branchen, neben Lohnerhöhungen sind dabei auch Rahmenbedingungen für Aus- und Weiterbildung zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit der Branchen Schwerpunkt.

Die Langversion des Positionspapiers finden Sie unter www.fmmi.at -Presse Fotos zur Veranstaltung sind unter www.pressefotos.at abrufbar.

ÖGB, 16. November 2007 Nr. 678

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