ARBÖ: Stärkster Anstieg der Autokosten seit 20 Monaten

Autokosten im Oktober viel stärker gestiegen als allgemeine Teuerung

Wien (OTS) - Im Oktober sind die Autokosten um 3,8 Prozent gestiegen, meldet der ARBÖ auf Basis des Autokostenindex der Statistik Austria. Dazu ARBÖ-Geschäftsführer Leo Musil: "Das ist der stärkste Anstieg seit 20 Monaten und liegt weit über der allgemeinen Teuerungsrate von 2,8 Prozent. Nach der massiven Mineralölsteuererhöhung und den höheren Benzinkosten durch die Beimischung von Ethanol zu Biobenzin muss nun einmal Schluss sein mit den hausgemachten Verteuerungen für Autofahrer".

Dass die Autofahrer stärker zur Kassa gebeten werden als die Bevölkerung im Allgemeinen ist allerdings nichts Neues: In den letzten vier Jahren - 2003, 2004, 2005, 2006 - lag die Teuerung der Autokosten ununterbrochen über der allgemeinen Teuerungsrate. 2003: 2 Prozent (allg. Teuerung 1,3 Prozent), 2004: 3,1 (2,1), 2005: 3,7 (2,3) und 2006: 2,1 (1,5) Prozent.

Dass die Kosten für Superbenzin im Oktober um stolze 11,1 Prozent und für Normalbenzin um 11,4 Prozent viel stärker angezogen haben als beim Diesel mit plus 9,9 Prozent hängt mit der Zumischung von Ethanol zu Benzin zusammen, so der ARBÖ. Durch diese biogene Zumischung hat sich der Liter Benzin um bis zu 1,5 Cent verteuert. Während die Umweltexperten um den Sinn der biogenen Zumischungen streiten wird bei den Autofahrern abkassiert, kritisiert der ARBÖ. Bereits die Zumischung von Rapps zu Diesel hat seit Oktober 2005 den Literpreis von Diesel um rund 2 Cent erhöht.

Aber nicht nur die Treibstoffkosten haben sich im Oktober empfindlich verteuert, sondern auch viele andere Autokosten: Die Parkgebühren explodierten gegenüber Oktober vorigen Jahres um sagenhafte 23,5 Prozent, Sommerreifen um 12,6 Prozent und die Parkgebühren legten um 6,8 Prozent zu. Scheibenwischer wurden um 6 Prozent teuerer, Autobatterien um 6,2 Prozent, Ölservice um 5,6 Prozent und das Reifenservice um 4,8 Prozent.

Überdurchschnittlich angezogen haben auch die Preise für das Klima-Anlageservice (plus 4,7 Prozent), für Brems-Material (plus 4,9 Prozent), für Autozündkerzen (plus 4 Prozent) und für die Kfz-Elektrikerstunde (plus 3,9 Prozent). Teurer als vor einem Jahr waren die Spengler- und Mechaniker-Stunden. Selbst die Kfz-Haftpflichtversicherung, die in letzter Zeit erfreulicherweise gesunken war, kostet nun wieder mehr (plus 2,5 Prozent).
Günstiger als noch vor einem Jahr waren im Oktober lediglich Scheibenfrostschutz, und Winterreifen.

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