Neue Impulse für Innovation, Wachstum und Beschäftigung

Papierindustrie legt Forschungs- und Innovationsagenda 2020 vor

Wien (PWK882) - Vor dem Hintergrund globaler Herausforderungen wie Klimawandel, Ressourcenknappheit und dynamischer Bevölkerungsentwicklung arbeitet die österreichische Papierindustrie mit Hochdruck an der innovativen Weiterentwicklung ihrer Technologien und Produkte. Im Rahmen der europäischen Technologieplattform Forst Holz Papier (Forest-based sector Technology Platform, FTP) legt Austropapier, die Vereinigung der Österreichischen Papierindustrie, jetzt gemeinsam mit der ÖZEPA, der Österreichischen Vereinigung der Zellstoff- und Papierchemiker und -techniker, eine Zusammenstellung der Top-Forschungsthemen vor.

"Die Papierindustrie kann auch in Zukunft höchst innovative Produkte und Dienstleistungen anbieten. Um neue Impulse für Wachstum und Beschäftigung zu setzen, benötigen wir wissenschaftliche Durchbrüche, die unsere Betriebe in wirtschaftliche Leistungskraft verwandeln können. Die wichtigsten Projekte werden von Erfolgsfaktoren wie Rohstoff-verfügbarkeit, nachhaltiger Ressourcennutzung und Energieeffizienz getrieben und können überproportionale Hebelwirkung auf zusätzliche Investitionen ausüben", unterstrich DI Franz Tauber, Technischer Direktor der Mondi Packaging Paper und ÖZEPA-Präsident anlässlich der hochrangig besetzten Herbsttagung der Österreichischen Papierindustrie in Frantschach - St. Gertraud. "Mit der stofflichen Nutzung von Holz und der anschließenden bioenergetischen Verwertung der Reststoffe wie der flüssigen Biomasse-Lauge erzielen wir höchstmögliche Wertschöpfung und Arbeitsplatzeffekte. Die Erzeugung hochwertiger Bio-Energie in Kombination mit der Rückgewinnung wertvoller Holzbestandteile und deren Einsatz als Rohstoff für Werkstoffe und Spezialchemikalien ("green chemicals") eröffnet in Form von "Holz-Bioraffinierien" enorme Chancen für die Zukunft. Die weltweit erfolgreiche heimische Anlagen- und Maschinenbauindustrie ist dabei für uns ein unersetzlicher Partner. Gerade Österreich als waldreiches Land muss hierbei durch entsprechende Stimulierung von Investitionen eine führende Rolle einnehmen. Auch die Forschungsförderung durch FFG und Klima- und Energiefonds kann durch sinnvoll eingesetzte Mittel maßgeblich dazu beitragen, die österreichische Technologieführerschaft in diesem Sektor auszubauen."

Dr. Wilhelm Vorher, EU-FTP Project Director, sieht den Sektor Forst - Holz - Papier mit der Technologieplattform auch für das 7. EU-Forschungsrahmenprogramm, das in den kommenden Jahren über 50 Milliarden Euro an Forschungsmitteln vergibt, gut aufgestellt. "Die Entwicklung neuer innovativer Produkte mit hervorragenden Produkteigenschaften und gesteigertem Kundennutzen ist ein Faktor für nachhaltig erfolgreiches Wachstum der Zellstoff- und Papierindustrie. Die Nachhaltigkeit ihrer Prozesse und Produkte macht die Papierindustrie zu einem Schlüssel der bio-basierten Gesellschaft, die einen der wichtigsten Megatrends unserer Vision 2030 darstellt."

Weitere Teilnehmer der Podiumsdiskussion waren Univ.Prof.Dr. Wolfgang Bauer (Institut für Zellstoff-, Papier und Fasertechnologie der TU Graz), Dr. Theresia Vogel-Lahner (FFG), Ladislaus Döry (Sprecher der Österreichischen Plattenindustrie, Präsident EPF), Dr. Bernhard Rebernik (Andritz AG), Sektionschef DI Gerhard Mannsberger (Lebensministerium) und Dr. Eveline Steinberger (Klima- und Energiefonds).

Austropapier - Vereinigung der Österreichischen Papierindustrie

Austropapier repräsentiert - gemeinsam mit dem Fachverband der Papierindustrie - die Unternehmen der österreichischen Papierindustrie. 27 Betriebe erzeugen jährlich über fünf Millionen Tonnen Papier, Karton und Pappe. Sie stellen fast 10.000 Arbeitsplätze direkt bereit und tragen zur Einkommenssicherung von hunderttausenden Menschen in der heimischen Forst- und Holzwirtschaft, in der Papier und Pappe verarbeitenden Industrie und dem Druck- und Grafik-Sektor bei.
Papier begleitet uns Tag für Tag in vielen wichtigen Produkten. Der Einsatz der erneuerbaren Rohstoffe Holz und Altpapier, die Wiederverwertung der Rückstände als Rohstoff, höchste Energieeffizienz der Anlagen und enorme Investitionen zur Verbesserung der Umweltsituation gehören zu den Grundpfeilern der nachhaltigen Wirtschaftsweise. Mit attraktiven Job-Angeboten, konsequenter Aus- und Weiterbildung, modernen und gut bezahlten Arbeitsplätzen sowie der Bündelung von Forschung, Entwicklung und Innovation sichert der Sektor nachhaltig die Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Standorte. (US)

Nähere Informationen: Mag. Patrick Mader, Tel. 01-58886-273, Fax 01-58886-222, mader@austropapier.at, www.austropapier.at

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Fachverband der Papierindustrie
Mag. Patrick MADER
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