Wiener Jugendanwalt fordert Verschärfung des Waffengesetzes

Aktueller Fall deckt Missstand bei Vorschriften für Schützenvereine auf

Wien (OTS) - Wie der Fall des 13 - jährigen Schülers an dem Wiener Wasa - Gymnasium zeigt, sind die eigenen Kinder und die anderen Menschen vor Waffennarren nicht sicher.

Der Vater des Kindes behauptete - Medienberichten zufolge - dass er es als seine erzieherische Aufgabe betrachte, seinem Sohn das Schießen beizubringen. Sollte der Bub wirklich seinen Mitschülern damit gedroht haben, eine Waffe seines Vaters mit in die Schule zu nehmen und womöglich herumzuballern, erkennt man die Früchte dieser pädagogischen Einstellung.

Umso erschreckender ist aber die Tatsache, dass das österreichische Waffengesetz es ermöglicht in Schützenvereinen auch unter 18jährige gesetzeskonform schießen zu lassen. Nur die vereinsinternen Regelungen seien hier einzuhalten, diese werden aber nicht nach dem Waffengesetz in Bezug auf Altersgrenzen geregelt. Hier sei eine Änderung des Waffengesetzes unabdingbar.

Der aktuelle Fall zeige genau, dass es nicht um präventive Erziehung gegen Gewalt gehe, sondern im Gegenteil, aggressives Potential bei Kindern verstärkt werde.
Es sei absolut entbehrlich, dass sich Kinder legal an Waffen und deren Gebrauch gewöhnen können,
so der Wiener Jugendanwalt Schmid, der eine sofortige diesbezügliche Verschärfung des Waffengesetzes fordert.

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Kinder- & Jugendanwaltschaft Wien
Herr Dr. Anton Schmid
Tel: (++43-1) 70 77 000

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