ÖSTERREICH: Im ORF-Budget-Plan 2008 stehen 90 Millionen Euro Betriebsverlust

Nach Finanzerträgen und Erlösen der Töchter bleiben im ORF-Konzern 36 Millionen Miese

Wien (OTS) - Gestern verschickte ORF-Boss Alexander Wrabetz den Budgetplan 2008 an die 35 Stiftungsräte. Und das Papier hat es in sich. Wie die Tageszeitung ÖSTERREICH aus Stiftungskreisen erfuhr, steht im Budgetplan 2008 für den ORF ein operativer Verlust von alarmierenden 90 Millionen Euro. Nach Finanzerträgen bleiben immer noch 50 Millionen Miese über. Das Minus im ORF-Konzern (inkl. Gewinne der Töchter) würde demnach 36 Millionen betragen, berichtet ÖSTERREICH. Das Problem: Steigende Kosten bei sinkenden Erträgen -weil die Werbewirtschaft Budgets zu Privatsendern verschiebt.
Vor Redakteuren soll Wrabetz schon gesagt haben: "Es fehlen 100 Millionen." Was der ORF jedoch dementiert. Im Plan für 2008 taucht der Begriff "Direktorenpaket" auf. Dahinter verbirgt sich die Vorgabe, wieviel die sechs ORF-Direktionen im kommenden Jahr einsparen sollen: 28,7 Millionen Euro.
Das wird schwierig genug. Der ORF rechnet mit 45 Millionen Mehrausgaben in den Jahren 2008 bis 2010 durch die Digitalisierung und teure Sportrechte. Alleine die Umstellung auf den neuen Sendestandard HD-TV kostet den ORF 2008 zehn Millionen Euro.

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