PRÖLL: Exportinitiative bringt österreichisches Know-how auf ferne Märkte

Österreichische Lebensmittel- und Umwelttechnologie-Unternehmen präsentieren sich von 15. bis 18. November in Shanghai, Peking, Dubai und Abu Dhabi

Wien (OTS) - Nach den Erfolgen der Exportinitiative von Lebensministerium und Wirtschaftskammer Österreich in Osteuropa werden nun ferne Exportmärkte wie die Volksrepublik China und die Vereinigten Arabischen Emirate erschlossen. "Österreichische Lebensmittel und Umwelttechnologien sind weltweit gefragt. Mit der Exportinitiative bieten wir unseren Unternehmen die Chance, Kontakte zu knüpfen und von den boomenden Märkten in Asien und im arabischen Raum zu profitieren", sagte Umwelt- und Landwirtschaftsminister Josef Pröll, der sich zur Zeit in Begleitung einer Wirtschaftsdelegation renommierter österreichischer Nahrungsmittel- und Umwelttechnologiefirmen in China aufhält.

Noch bis 16. November 2007 findet in Shanghai die größte Lebensmittelmesse Asiens - "Food and Hospitality" (FHC) - statt. Landwirtschaftsminister Josef Pröll war einer der offiziellen Eröffner. Österreich präsentiert sich dort mit zwölf Firmen, die Marmelade, Essig, Schokolade, Milchprodukte, Knabbereien und Wein anbieten. Österreichische Firmen werden im Rahmen der "Österreichischen Lebensmittelwochen" ihre Produkte auch im "Shanghai City Shop", der führenden Supermarktkette für importierte Lebensmittel in Shanghai, präsentieren und tragen damit der zunehmenden Nachfrage nach westlichen Produkten in China Rechnung.

Auch bei Umwelttechnologien zählt Österreich zur Weltspitze. Besonders in den Bereichen Abfall- und Wasserwirtschaft bieten österreichische Unternehmen hervorragende Systemlösungen zur nachhaltigen Verbesserung der Umweltsituation an. Die steigende Umweltbelastung aufgrund des rasanten Wirtschaftswachstums hat die chinesische Regierung bewogen, sich ehrgeizige Ziele zu setzen. Zentrale Herausforderungen sind Luftverschmutzung und wachsende Müllberge. Im Rahmen eines 5-Jahres-Programms, für das China 130 Milliarden Euro ausgeben will, sollen bis 2010 der Energieverbrauch um 20 Prozent, der Wasserverbrauch um 30 Prozent und der Schadstoffausstoß um 10 Prozent reduziert werden.

Von Chinas Müllproblemen sind längst nicht mehr ausschließlich die Metropolen, sondern mittlerweile auch die ländlichen Gebiete betroffen. 2006 belief sich der urbane Siedlungsabfall auf 148 Millionen Tonnen. Das jährliche Abfallaufkommen liegt bei rund 440 Kilogramm pro Kopf. Ziel ist es, ab 2008 50 Prozent aller Abfälle wieder zu verwerten. Der "National Construction Plan for Disposal Facilities of Hazardous Wastes and Clinical Wastes" sieht die Errichtung von über 300 Entsorgungsanlagen vor.

Hauptursache der schlechten Wasserqualität ist die unkontrollierte Einleitung ungeklärter Abwässer aus der Industrie und den privaten Haushalten in Chinas Gewässer. Bis 2010 soll daher die landesweite Klärrate auf über 70 Prozent gesteigert und alle Städte mit über 250.000 Einwohnern mit Klärwerken ausgestattet werden. Auch die Verbesserung der Luftqualität steht auf der Agenda der chinesischen Regierung. Ziel ist die Installation und Entwicklung von Entschwefelungs- und Abgasfilterungsanlagen sowie die Nutzung umweltfreundlicher Energieträger.

Boomende Märkte im Arabischen Raum

Die Vereinigten Arabischen Emirate sind bereits die elfte Station der österreichischen Umwelttechnologie-Erfolgsgeschichte. Die Arabischen Emirate und die Länder des Golf Kooperationsrates hatten 2006 ein Wirtschaftswachstum von über 10 Prozent zu verzeichnen. Noch immer sind Öl und Gas, die Bauwirtschaft sowie Energieerzeugung und Wasser die "Hauptmotoren" der arabischen Wirtschaft. Die Aufbereitung von Trinkwasser spielt eine große Rolle. Erst kürzlich unterzeichneten die Arabischen Emirate einen Vertrag mit dem österreichischen Unternehmen "Aqua Engineering" zur Errichtung von Entsalzungsanlagen. Für Umwelttechnologie-Anbieter bieten sich auch im Abfall- und Wassermanagement sowie am erneuerbaren Energietechnologiesektor lukrative Geschäftschancen.

Am 18. November 2007 wird Landwirtschaftsminister Josef Pröll österreichische Lebensmittel in Dubai präsentieren. Auch hier werden 22 österreichische Firmen mit ihren Produkten vertreten sein. Das teilt das Lebensministerium abschließend mit.

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