Sportstaatssekretär Lopatka: Europa von WADA neuerlich übergangen

IOC und WADA zeigen Entschlossenheit im Kampf gegen Doping im Sport

Madrid, 15. November 2007 (OTS) - "Wir müssen die Verantwortung im Kampf gegen Doping im Sport geschlossen wahrnehmen. Dass Europa bei der Kandidatur des obersten Doping-Bekämpfers neuerlich übergangen wurde, ist sehr bedauerlich", so Sportstaatssekretär Dr. Reinhold Lopatka bei der Welt-Anti-Doping-Konferenz in Madrid. Die Enttäuschung unter den europäischen Sportpolitikern sei groß, dass Europa auch nach der "Pound-Ära" nicht zum Zug komme. Der Kanadier Dick Pound hatte dieses Amt des WADA-Präsidenten seit 1999 inne. Es könne jedenfalls nicht sein, dass Europa fast die Hälfte des WADA-Budgets finanziere, aber innerhalb der WADA-Gremien als wesentlicher Entscheidungsträger "übergangen" werde, so Lopatka. "Im Doping-Kampf gilt es, Entschlossenheit zu zeigen. Die kurzfristige Kandidatur des in der Sportwelt unbekannten australischen Ex-Finanzministers John Fahey ist sicher nicht das richtige Signal." ****

Als "ermutigend" bezeichnete der Sportstaatssekretär hingegen die klaren Ansagen von IOC-Präsident Jacques Rogge für die Olympischen Sommerspiele in Peking 2008. Rogge nannte Doping eine der "größten Bedrohungen, denen die Olympische Bewegung jemals ausgesetzt war" und eine "Epidemie". Dementsprechend würde das IOC auf dem Weg zu den olympischen Spielen über 4.000 Doping-Kontrollen durchführen, was das ernsthafte bemühen im Kampf gegen Doping widerspiegle. Der Sportstaatssekretär sieht durch den neuen WADA-Kodex Verbesserungen im Kampf gegen Doping. "Flexiblere Sanktionierungsmöglichkeiten im Einzelfall, die Erhöhung der Sperren auf bis zu vier Jahre bei schweren Verstößen und eine erweiterte Kronzeugenregelung für Athleten/innen, die über Doping-Sünder und deren Hintermänner aussagen wollen, sind wichtige Instrumente für den Anti-Doping-Kampf", so Lopatka abschließend.

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