Buchinger präsentiert Initiativen zur Verhinderung von Sturzunfällen im Haushalt

Wien (SK) - "SeniorInnen älter als 60 Jahre sind eine besonders gefährdete Gruppe für Sturzunfälle. 2006 erlitten 105.000 Personen, die über 60 Jahre alt waren, Sturzunfälle, 783 Menschen kamen dabei ums Leben", erklärte Konsumentenschutzminister Erwin Buchinger am Donnerstag in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Primaria Katharina Pils, der stv. Ärztlichen Direktorin des Sozialmedizinischen Zentrums Sophienspital, zum Thema "Sicher wohnen - Seniorensicherheit". Buchinger präsentierte zwei neue Maßnahmen des Sozialministeriums, die zur Prävention und Unfallvermeidung dienen sollen: Erstens die Neuauflage der Broschüre "Sicher wohnen - besser leben" sowie eine spezifische Schulung und Ausbildung von HeimhelferInnen. "Durch diese Initativen soll eine Senkung der Unfälle und eine Reduzierung von Spitalstagen bei älteren Menschen erreicht werden", so Buchinger. ****

Buchinger erklärte, dass die Sicherheit und der Schutz vor Verletzung durch vermeidbare Unfälle nach der Deklaration der WHO im Jahr 2000 ein Menschenrecht sei. Zur Umsetzung dieses Menschenrechtes wird seitens des Sozialministeriums bereits seit 2003 die Aktion "Seniorensicherheit" durchgeführt. Typisch für ältere Personen sei der Sturz in der eigenen Wohnung durch zu hohe Türschwellen, zu glatten Kacheln im Badezimmer, keine Handläufe an Treppen, frei liegende Kabeln oder rutschende Teppiche. Oft seien schwere Unfälle die Folge.

Die Ärztin Katharina Pils wies darauf hin, dass Stürze von alten Menschen "eine stille Epidemie" seien, die dies zu verheimlichen versuchen. Sehr oft ziehen Stürze bei alten Menschen Pflegeheimeinweisungen nach sich. Bei über 75-Jährigen Menschen steige das Risiko für Schenkelhalsfraktionen. "Es muss alles unternommen werden, um dies zu vermeiden", so Pils.

Der Großteil der Sturzunfälle älterer Menschen wäre aber zu verhindern, dies erfordere spezielle Schwerpunkte in der Unfallbekämpfung und Prävention. Die von Buchinger neuaufgelegte Broschüre "Sicher wohnen - besser leben" des Sozial- und Konsumentenschutzministeriums solle nach dem Prinzip "Hilfe zur Selbsthilfe" dazu beitragen, Unfälle zu vermeiden. Eine darin enthaltene Checkliste biete umfangreiche und praktische Informationen, wie Gefahrenquellen im Wohnbereich erkannt und ausgeschaltet werden können.

Als zweite Maßnahme kündigte Sozialminister Buchinger noch für heuer spezielle Schulungen für HeimhelferInnen ein. Die Schulungen werden gemeinsam mit Caritas, Volkshilfe, Hilfswerk und anderen Organisationen durchgeführt werden. Die Schulungen werden unter anderem die fachlichen Grundlagen über Unfallhäufigkeit, Informationen über die Folgen von Sturzunfällen und Informationen über Unfallquellen im Haushalt zum Inhalt haben. Die HeimhelferInnen sollen auch Hilfestellung bei der Auswahl der richtigen Produkte zur Verbesserung der Sicherheit im Haushalt geben können, so Buchinger. (Schluss) sl

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