Brieflos-Effekt bei Pensionen: "Leider nicht" für die Jungen

Gatterer: Keine Pensionsrunden mehr ohne die Zahler-Generation

Wien (PWK877) - Die Junge Wirtschaft (JW), sieht die jüngste Pensionserhöhung kritisch, nicht nur aufgrund der Höhe. Ändere sich der Weg zu den Erhöhungen nicht, werde die Rechnung immer auf Kosten der Jungen gemacht werden, so JW-Vorsitzender Harry Gatterer.

"Der Generationenvertrag lebt von Gerechtigkeit. Die gefühlte Ungerechtigkeit der Jungen nimmt aber durch Entscheidungen wie diese stetig zu und wird sich durch die Demografie noch verschärfen", so Gatterer. Die Beziehung der Jungen zum Pensionssystem sei immer mehr bestimmt vom Brieflos-Effekt: "Wir Jungen werfen Geld ein, und zu erwarten ist ein "Leider Nicht". Und in den Pensionsrunden sind wir, die wir die Rechnung zahlen, nur Zuschauer". Jede Pensionserhöhung schaffe Fakten für die Zukunft, also müssten in künftigen Pensionsrunden auch die Jungen miteinbezogen werden, fordert Gatterer.

Altes Gemauschel nicht mehr zeitgemäß
Zu Verhandlungen über zukünftige Pensionserhöhungen gehöre nicht nur die Generation der Nehmenden, sondern viel mehr die Generation der Zahlenden an den Verhandlungstisch. Das jetzige Procedere sei nicht mehr zeitgemäß: Das Tauziehen zwischen Politikern und Pensionistenvertretern könne nur in einer Einigung zu Lasten Dritter enden. "Auf der einen Seite sitzen die, die Wählerstimmen brauchen und auf der anderen die, die die meisten Wählerstimmen bringen. Was soll da herauskommen außer ein Zahltag für die kommenden Generation?", fragt Gattterer.

"Ja" zur Arbeit - Durchlässigkeit zwischen Arbeits- und Pensionsphase
Gatterer fordert Maßnahmen, Arbeit auch für Menschen über 55 attraktiver zu machen, denn das Gefühl zu vermitteln, es sei besser, so früh wie möglich in Pension zu gehen. "Erhöhungen des Pensionsantrittsalters brauchen Begleitmaßnahmen, Lohnnebenkosten für ältere Arbeitnehmer müssen gesenkt werden. In der Wissensgesellschaft ist die Pension nicht mehr Ziel nach langem Arbeitsleid, es gibt genug Menschen, die gerne arbeiten. Weg mit der Starrheit des Systems. Warum nicht "Teilzeit-Pensionisten", es braucht mehr Durchlässigkeit zwischen Arbeit und Pension", so Gatterer abschließend. (us)

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