VP-Korosec zu SP-Oberhauser: WGKK kann nicht wirtschaften

Wien (VP-Klub) - "Die Schuld an der finanziellen Misere der Wiener Gebietskrankenkasse auf die Regierung Schüssel zu schieben, ist nicht nur unproduktiv, sondern auch falsch. Die Kasse kann nicht wirtschaften, das beweist nicht nur das extrem hohen Defizit des Hanusch-Krankenhauses, das pro Bett etwa zehnmal so hoch ist wie das der Wiener Ordensspitäler", reagiert LAbg. Ingrid Korosec, Gesundheitssprecherin der ÖVP Wien, auf eine Aussendung von SPÖ-Gesundheitssprecherin Sabine Oberhauser, in der diese der Regierung Schüssel vorwirft, sie hätte die Sozialversicherungen kaputt gespart. "Zu behaupten, die Finanzmisere wäre ohne die Maßnahmen der damaligen Regierung nicht existent, ist schlichtweg falsch", so Korosec.

Das Sozialversicherungssystem ist überholt

"Alleine die Tatsache, dass 14 verschiedene Leistungskataloge der 23 verschiedenen Krankenkassen trotz Pflichtversicherungssystems eine echte Mehrklassenmedizin bedingen, zeigt, dass dieses System überholt werden muss", kommentiert Korosec, Mitautorin des Buches "Gesunde Zukunft", die Aussage Oberhausers, die Sozialversicherungen wären immer noch das beste System.

"Das Sozialversicherungssystem steht aber auch aufgrund der demographischen Entwicklung, die eine immer geringer werdende Zahl an Beitragszahlern mit sich bringt, auf wackligen Füßen. Beitragserhöhungen sind wegen der jetzt schon hohen Belastung des Faktors Arbeit nicht beliebig ausreizbar", so Korosec, die für ein steuerfinanziertes System plädiert. "Die Finanzierung aus einer Hand würde durch mehr Effizienz einen so großen finanziellen Spielraum schaffen, dass auch die Pflege in die solidarisch finanzierte Gesundheitsversorgung Eingang finden könnte. Leider hat die SPÖ in der Gesundheitspolitik nur Schuldzuweisungen parat", fehlen der ÖVP-Politikerin bei der SPÖ Ideen und Gestaltungswillen. "Schließlich müssen wir heute darüber nachdenken, wie wir unser Gesundheitssystem effizienter gestalten können, um uns morgen auch noch ein solidarisch finanziertes System leisten zu können", schließt Korosec.

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