VIRUS: Neue "Hainburg"-Diskussion überflüssig

Wien (OTS) - Eine klare Absage an eine Neuauflage des
Donaukrafwerks Hainburg kommt von der Umweltorganisation VIRUS. In der heutigen Ausgabe der Tageszeitung "Die Presse" hat Wirtschaftskammerpräsident Leitl laut über ein solches Vorhaben nachgedacht. VIRUS - Sprecher Wolfgang Rehm: "23 Jahre nach der Aubesetzung wittern Befürworter eines Donaukraftwerks offenbar gehäuft Morgenluft. Ein Versuch, im Windschatten der aktuellen Klimadiskussion Hainburg-Bauphantasien zu platzieren, wird allerdings auch in Zukunft auf massiven Widerstand treffen."

VIRUS verweist darauf, dass sich der Stromverbrauch in Österreich seit 1984 nahezu verdoppelt hat, der prozentuelle Beitrag eines damals errichteten Kraftwerks Hainburg hätte sich dementsprechend bis heute halbiert. "Forderungen nach einer substanziellen Stromverbrauchsreduktionspolitik sind nach Jahrzehnten noch immer nicht erfüllt, eine solche ist erkennbar unerwünscht, darüber können auch anderslautende Lippenbekenntnise nicht hinwegtäuschen," so Rehm.

Für die Umweltorganisation wäre der Bau eines Kraftwerks Hainburg kein sinnvoller Beitrag zum Klimaschutz, sondern hieße unter gegenwärtigen Rahmenbedingungen "Perlen vor die Säue zu werfen". Bei einer Gesamtbetrachtung des Energiesystems will VIRUS auch von der Stromlastigkeit wegkommen. "Es ist unverständlich, dass die Wirtschaftskammer sich auf angebotsseitige Maßnahmen im Elektrizitätsbereich und Wärmedämmung im Raumwärmesektor beschränken will und gleichzeitig beim größten und unkontrolliert wachsenden Energieverbrauchssektor dem Verkehr einen blinden Fleck aufweist," erklärt Rehm abschließend.

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Wolfgang Rehm
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virus.umweltbureau@wuk.at
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