FPÖ will AK-Vertretung für Menschen mit besonderen Bedürfnissen

Hofer: Interessen von behinderten Menschen müssen gewahrt werden

Wien (OTS) - Menschen mit besonderen Bedürfnissen finden zumeist aufgrund einer Behinderung in der freien Wirtschaft oftmals nur schwer einen Arbeitsplatz. Deshalb arbeiten viele von ihnen in Werkstätten am sogenannten zweiten Arbeitsmarkt. Für ihre Arbeit bekommen sie ein kleines Taschengeld. Gehalt gibt es keines, da es auch keinen Arbeitsvertrag gibt.

FPÖ-Behindertensprecher NAbg. Norbert Hofer: "Für die Betroffenen gelten keine arbeitsrechtlichen Bestimmungen, was dazu führt, dass sie auch keine offizielle Vertretung haben. Es gibt viele Behinderte, die in der Werkstätte fleißig sind und gute Arbeit leisten, es aber nicht schaffen, einen richtigen Arbeitsplatz zu bekommen. Trotzdem erhalten sie nur ein Taschengeld, dessen Höhe in der Regel weit unter jedem Mindestlohn liegt."

Damit künftig auch Menschen mit besonderen Bedürfnissen, die außerhalb der freien Wirtschaft arbeiten, jemanden haben, der sich offiziell für ihre Interessen stark machen kann, sollen sie von der Arbeiterkammer vertreten werden.

"Schon jetzt vertritt die Arbeiterkammer zahlreiche Personen, die keine Beiträge zahlen. Es handelt sich dabei um Arbeitslose, Mütter oder Väter in Karenz, Lehrlinge, geringfügig Beschäftigte sowie Präsenz- und Zivildiener. Österreichweit sind etwa 570.000 Arbeitnehmer vom AK-Beitrag befreit. Da muss es auch möglich sein, Menschen mit besonderen Bedürfnissen, die am 2. Arbeitsmarkt ohne gesetzliche Vertretung dastehen, zu unterstützen", erläutert Hofer, der einen entsprechenden Antrag an den Nationalrat ankündigt.

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