Seniorenbundobmann Khol zur Pensionseinigung: "Was wir bekommen haben, ist gerecht: Einigung über Pensionsanpassung 2008 ein Erfolg"

Anpassung 2008: Niedere Pensionen bekommen 2,9 % Erhöhung. Mindestens 2 % bis zu einer Pensionshöhe von 1.700 Euro

Wien (OTS) - Die heutigen Verhandlungen zwischen Bundeskanzler Dr. Alfred Gusenbauer, Vizekanzler und Finanzminister Mag. Wilhelm Molterer und den Seniorenvertretern Dr. Andreas Khol, Bundesobmann des Österreichischen Seniorenbundes, und Karl Blecha, Präsident des Pensionistenverbandes Österreich, haben eine Einigung über die Pensionsanpassung 2008 gebracht. "Die Einigung ist ein Erfolg für alle Seniorinnen und Senioren in ganz Österreich. Ich bin erfreut, dass sich unsere Hartnäckigkeit ausgezahlt hat." Zwar konnten nicht alle Forderungen des Österreichischen Seniorenrates durchgesetzt werden, doch für den größten Teil der Pensionisten wird 2008 eine Erhöhung von mindestens 2 % erfolgen. Khol: "Die Tatsache, dass wir zum ersten Mal sozialpartnerschaftlich auf gleicher Augenhöhe mit der Bundesregierung über die Pensionsanpassung verhandeln konnten, ist ein großer Erfolg. Was gerecht ist, haben wir erreicht."

Die Pensionsanpassung im Detail:

  • Die Ausgleichzulagenrichtsätze werden überdurchschnittlich angehoben: Der AZ-Richtsatz für Alleinstehende steigt von 726 Euro auf 747 Euro, jener für Ehepaare von 1090 auf 1120 Euro.
  • Pensionen zwischen 726 - 1050 Euro werden mit 2,9 %, linear abfallend auf 2 % erhöht.
  • Pensionen zwischen 1050 - 1700 Euro erhalten eine Erhöhung von 2 %.
  • Pensionen zwischen 1700 - 2161 Euro werden mit 2 %, linear abfallend auf 1,7 % erhöht.
  • Pensionen über 2161 Euro erhalten 2008 einen Fixbetrag in der Höhe von 36,75 Euro.

Vor den Verhandlungen war seitens der Regierung nur eine Pensionserhöhung von 1,7 % bis zur halben Höchstbeitragsgrundlage (1.965 Euro) geplant gewesen. Alle im Österreichischen Seniorenrat vertretenen Organisationen hatten hingegen eine Anpassung auf der Grundlage des Preisindex für Pensionistenhaushalte (PIPH), also in der Höhe von 2,1 % gefordert. "Es war leider klar, dass wir nicht unsere Maximalforderung durchsetzen würden können. Dies ist aber in einer Demokratie ganz normal", betonte Khol. So wurde dem Wunsch nach dem PIPH als Grundlage der Pensionsanpassung nicht entsprochen, "zu unserem Kummer", wie Khol namens der Seniorenvertreter kommentierte. Dafür jedoch wurde erreicht, dass die meisten Pensionisten tatsächlich eine 2%ige Pensionserhöhung erhalten. Besonders erfreulich sei zudem die Anhebung des Deckels bei den Pensionserhöhungen von derzeit 1965 Euro auf 2161 Euro. Die nunmehrige Deckelung bei 55 % der Höchstbeitragsgrundlage bleibt bis 2010 bestehen.

Für den jetzigen Erfolg dankte Bundesobmann Khol allen voran den Hunderttausenden, welche die gemeinsame Unterschriftenaktion des Österreichischen Seniorenrates unterstützt hatten: "Jede Unterschrift hat unsere gemeinsame Stimme ein wenig lauter und unüberhörbarer werden lassen. Danke für diese großartige Unterstützung!" Unterstützung hatte der Seniorenbund auch von Seiten der meisten Landeshauptleute erhalten. Khols Dank galt zudem klarerweise dem Bundeskanzler und dem Vizekanzler, nicht zuletzt wegen der "freundschaftlichen Atmosphäre der Gespräche".

"Die erfolgreichen Verhandlungen über die Pensionsanpassung 2008 haben gezeigt, dass man an uns Senioren in Österreich nicht mehr vorbeiregieren kann. Damit ist der Grundstein dafür gelegt, dass die Seniorenpolitik in Österreich den Stellenwert bekommt, den sie haben sollte", so Khol abschließend.

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