GLOBAL 2000: EU-Entscheidung ist verschenkte Chance für Flug-Emissionshandel

Forderung nach angemessener Kerosinbesteuerung

Wien (OTS) - Das EU-Parlament hat die Chance nicht genutzt, den Klimasünder Flugverkehr endlich zur Kasse zu bitten. Der Vorschlag der EU-Kommission für die heutige Abstimmung des EU-Parlaments zur Einführung eines Emissionshandels für den Flugverkehr war aus Klimaschutz-Sicht unzureichend. Leider hat das EU-Parlament diesen Vorschlag zu wenig verschärft und somit nichts für den Klimaschutz getan. "Wir brauchen mehr Entschlossenheit und Mut im Klimaschutz statt Zögern und Warten! Denn der Flugverkehr ist die am schnellsten wachsende Quelle der Treibhausgas-Emissionen in der EU", so Silva Herrmann, Klimareferentin von GLOBAL 2000.

Eine von GLOBAL 2000 und Partnerorganisationen beauftragte Studie, ausgearbeitet von ExpertInnen des renommierten Tyndall Centre, kam zu dem Ergebnis, dass die derzeit angepeilten Preise von weniger als 50 Euro pro Tonne CO2 viel zu niedrig sind, um die Nachfrage nach Flügen zu reduzieren. Sogar Preise in Höhe von 300 Euro pro Tonne würden nur zu einem moderaten Anstieg der Ticketpreise führen. Der Flugindustrie fehlen somit auch die Anreize, Effizienzverbesserungen im Flugverkehr umzusetzen. "Wir brauchen in jedem Fall endlich eine angemessene Kerosinbesteuerung. Würde Kerosin in der EU so wie Diesel und Benzin besteuert, würde dies Steuereinnahmen von rund 35 Milliarden Euro pro Jahr bringen. BM Pröll darf hier nicht darauf warten, dass andere handeln, sondern muss selbst vorangehen. Eine Erhöhung der Kerosinbesteuerung in Österreich ist möglich, ebenso bilaterale Abkommen mit anderen Ländern.

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Mag. Ruth Schöffl
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