Strache: Bezieher mittlerer Pensionen bleiben wieder auf der Strecke

FPÖ verlangt Pensionserhöhung nach Pensionistenpreisindex - Einkommensverlust der letzten Jahre wird wieder nicht ausgeglichen

Wien (OTS) - Wenig beeindruckt zeigt sich FPÖ-Bundesparteiobmann
HC Strache von der mit großem Getöse verkündeten Einigung bei den Pensionsanpassungen. "Wenn man sich so wie die Bundesregierung die Latte von vornherein so niedrig legt, sieht bald etwas wie ein gewaltiger Sprung aus, ohne es zu sein."

Dass die Mindestpensionen um 2,9 Prozent steigen sollen, findet Strache zwar erfreulich. Aber das ändere nichts daran, dass dieser Schritt schon längst überfällig gewesen sei. Bei den mittleren Pensionsbeziehern erweise man sich auch gleich wieder als geiziger, anstatt diesen die von der FPÖ geforderten 2,6 Prozent zuzugestehen, mit denen auch der Einkommensverlust der letzten Jahre halbwegs ausgeglichen würde. Diese Menschen würden wieder auf der Strecke bleiben. Man hätte sich die ganze unwürdige Debatte überhaupt sparen können, wenn man, wie von der FPÖ verlangt, die Pensionen jährlich nach dem Pensionistenpreisindex erhöhen würde. Jahrelang seien die Pensionisten ausgeplündert worden, jahrelang hätten sie einen De-facto-Einkommensverlust hinnehmen müssen, jahrelang seien sie von der Politik vertröstet und getäuscht worden.

Wenn Finanzminister Molterer erkläre, dass das nun ausverhandelte Modell um 100 Millionen Euro mehr koste als ursprünglich vorgesehen, solle er sich vielleicht daran erinnern, dass er heuer etliche Milliarden Mehreinnahmen an Steuern habe als erwartet. In Anbetracht dessen könne man daher nur von einem neuerlichen Almosen für die Pensionisten sprechen, kritisierte Strache. Aber die steuerlichen Mehreinnahmen würden wahrscheinlich wieder in den Asylbereich und in die EU gepumpt, anstatt den Menschen zu helfen, die entscheidend zu unserem heutigen Wohlstand beigetragen hätten.

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