Vorarlberg und Tirol einigen sich auf Energie-Vertrag - BILD Utl.: LH Sausgruber: Einigung wahrt Interessen von beiden Ländern

Bregenz (VLK) - Die seit mehreren Monaten andauernden intensiven Energievertrags-Verhandlungen zwischen den Ländern Vorarlberg und Tirol sind abgeschlossen. "Es ist gelungen, einen für beide Seiten fairen und vorteilhaften Vertrag auszuhandeln, der die traditionell guten und engen energiepolitischen Beziehungen zwischen den beiden Ländern auf eine neue Basis stellt", betonte heute, Dienstag, 13. November, Landeshauptmann Herbert Sausgruber im Rahmen des Pressefoyers im Bregenzer Landhaus.
1948 wurde die Überleitung verschiedener Gewässer von Tirol nach Vorarlberg vereinbart. Als Gegenleistung erhielt das Land Tirol ein Strombezugsrecht. Eine ergänzende Vereinbarung ermöglichte es im Jahr 1962, weitere Tiroler Bäche aus dem Verwallgebiet nach Vorarlberg überzuleiten, erläutert Summer. Neben dem Strombezugsrecht wurde damals auch ein Heimfallsrecht verankert: Danach hätten die Illwerke die gesamten in Tirol gelegenen Wasserüberleitungsanlagen am 1. April 2040 bzw. 90 Jahre nach Konzessionserteilung in betriebsfähigem Zustand und unentgeltlich dem Land Tirol überlassen müssen. =

Aus Heimfalls- und Strombezugsrecht werden Genussrechte

Mit dem vorliegenden Vertrag werden die Strombezugs- und Heimfallsrechte durch Genussrechte ausgetauscht. Über die bisherigen Zahlungen hinaus erhält das Land Tirol ab dem Sommer 2009 zusätzlich mindestens zwei Millionen Euro jährlich. "Für die Vorarlberger Illwerke erhöht sich durch die Regelung die Planungssicherheit erheblich. Künftige Investitionen können nun unbelastet vom Heimfallsrecht geplant und durchgeführt werden", erklärte Illwerke-Vorstandsdirektor Ludwig Summer. Ein Wegfall der Wasserüberleitungen würde die Stromerzeugung in den Illwerke-Anlagen und damit die Ertragskraft des Unternehmens deutlich verringern.

Vorteile für beide Seiten

Der vorzeitige Abschluss des Energie-Vertrages zwischen Tirol und Vorarlberg bringt beiden Partnern Vorteile, stellte Landeshauptmann Sausgruber klar: "Mit der vereinbarten Regelung konnte für beide Länder eine tragfähige und faire Lösung gefunden werden".
(wh/tm) (energie_einigung07.vlk)

BU:

energie_einigung07: LH Sausgruber: Einigung wahrt Interessen von beiden Ländern (im Bild v.l.: LH Herbert Sausgruber, Landesrat Siegi Stemer und Illwerke-Vorstandsdirektor Ludwig Summer
Utl.: LH Sausgruber: Einigung wahrt Interessen von beiden Ländern =

Bregenz (VLK) - Die seit mehreren Monaten andauernden intensiven Energievertrags-Verhandlungen zwischen den Ländern Vorarlberg und Tirol sind abgeschlossen. "Es ist gelungen, einen für beide Seiten fairen und vorteilhaften Vertrag auszuhandeln, der die traditionell guten und engen energiepolitischen Beziehungen zwischen den beiden Ländern auf eine neue Basis stellt", betonte heute, Dienstag, 13. November, Landeshauptmann Herbert Sausgruber im Rahmen des Pressefoyers im Bregenzer Landhaus.
1948 wurde die Überleitung verschiedener Gewässer von Tirol nach Vorarlberg vereinbart. Als Gegenleistung erhielt das Land Tirol ein Strombezugsrecht. Eine ergänzende Vereinbarung ermöglichte es im Jahr 1962, weitere Tiroler Bäche aus dem Verwallgebiet nach Vorarlberg überzuleiten, erläutert Summer. Neben dem Strombezugsrecht wurde damals auch ein Heimfallsrecht verankert: Danach hätten die Illwerke die gesamten in Tirol gelegenen Wasserüberleitungsanlagen am 1. April 2040 bzw. 90 Jahre nach Konzessionserteilung in betriebsfähigem Zustand und unentgeltlich dem Land Tirol überlassen müssen.

Aus Heimfalls- und Strombezugsrecht werden Genussrechte

Mit dem vorliegenden Vertrag werden die Strombezugs- und Heimfallsrechte durch Genussrechte ausgetauscht. Über die bisherigen Zahlungen hinaus erhält das Land Tirol ab dem Sommer 2009 zusätzlich mindestens zwei Millionen Euro jährlich. "Für die Vorarlberger Illwerke erhöht sich durch die Regelung die Planungssicherheit erheblich. Künftige Investitionen können nun unbelastet vom Heimfallsrecht geplant und durchgeführt werden", erklärte Illwerke-Vorstandsdirektor Ludwig Summer. Ein Wegfall der Wasserüberleitungen würde die Stromerzeugung in den Illwerke-Anlagen und damit die Ertragskraft des Unternehmens deutlich verringern.

Vorteile für beide Seiten

Der vorzeitige Abschluss des Energie-Vertrages zwischen Tirol und Vorarlberg bringt beiden Partnern Vorteile, stellte Landeshauptmann Sausgruber klar: "Mit der vereinbarten Regelung konnte für beide Länder eine tragfähige und faire Lösung gefunden werden".
(wh/tm) (energie_einigung07.vlk)

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energie_einigung07: LH Sausgruber: Einigung wahrt Interessen von beiden Ländern (im Bild v.l.: LH Herbert Sausgruber, Landesrat Siegi Stemer und Illwerke-Vorstandsdirektor Ludwig Summer

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