Bures erfreut über Mindestlohn für Zahnarzt-Angestellte

"Jetzt ist die Ärztekammer an der Reihe"

Wien (OTS) - "Jetzt geht es Zug um Zug, der 1.000 Euro-Mindestlohn wird bei gutem Willen bald für alle Vollzeitbeschäftigten Realität sein", freut sich Frauenministerin Doris Bures über den heutigen Abschluss des Kollektivvertrages für AssistentInnen und TechnikerInnen in Zahnarztpraxen. "Ab Jänner 2008 werden zusätzlich 20.000 Beschäftigte, davon der ganz überwiegende Teil Frauen, vom Mindestlohn profitieren", so Bures. Für die unteren Beschäftigungsgruppen bedeute das eine Erhöhung von 940 Euro auf 1.060 Euro.

"Nun ist die Ärztekammer an der Reihe", fordert Bures das rasche Nachziehen dieser Berufsbranche. Die Einstiegsgehälter von Beschäftigten bei ÄrztInnen beginnen bei unter 800 Euro. Rund 90 Prozent der OrdinationsgehilfInnen, ArzthelferInnen, Sprechstundenhilfen, HeilmasseurInnen oder medizinisch-technischen Fachkräfte sind Frauen.

Die Frauenministerin erachtet den Mindestlohn als "wichtigen Schritt in Richtung Einkommensgerechtigkeit" und einen "entscheidenden Beitrag zur Armutsbekämpfung". Aus dem jüngsten Armutsbericht geht hervor, dass die Gefahr, in Armut abzurutschen für Personen, die trotz Vollerwerbstätigkeit weniger als 1.000 Euro brutto verdienen, doppelt so hoch (16 Prozent Armutsrisiko) ist wie für die gesamte Gruppe der Erwerbstätigen (sieben Prozent Armutsrisiko).

Rückfragen & Kontakt:

Susanna Enk
Pressesprecherin der Bundesministerin für Frauen, Medien und Öffentlichen Dienst
Tel. (01) 531 15 - 2132

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | BMB0001