Mandak: Ad-hoc Beratung Pflegebedürftiger - ein Hilfeschrei Buchingers?!

Amnestie verlängern, damit Betroffene umfassend informiert werden können

Wien (OTS) - Höchst verwundert zeigt sich die
SeniorInnensprecherin der Grünen, Sabine Mandak, angesichts der Ankündigung von Sozialminister Buchinger, alle Personen ab Pflegestufe 3 zum Thema 24-Stunden Pflege umfassend beraten zu wollen: "Wie vor Auslaufen der Amnestie, also innerhalb von sechs Wochen, rund 140.000 Personen persönlich und umfassend beraten werden sollen ist schwer vorstellbar. Mit dieser Ad-hoc-Aktion gesteht Buchinger selbst ein, dass er im Bereich der Information zur 24-Stunden Pflege mehr als säumig gewesen ist." Auch woher das Ministerium für diese riesige Beratungsoffensive so plötzlich so viele qualifizierte Beratungspersonen nehmen solle, bleibt offen. "Es ist auf jeden Fall wichtig, dass hier unabhängiges und gut geschultes Fachpersonal zum Einsatz kommt und keinesfalls MitarbeiterInnen von Dienstleistungsanbietern im Bereich der Pflege und Betreuung, die auf KundInnenfang gehen möchten. Denn nur durch eine neutrale Beratungssperson kann gewährleistet werden, dass die pflegebedürftigen Menschen auch wirklich aus mehreren Alternativen, so sie derzeit überhaupt zur Verfügung stehen, auswählen können", so Mandak.

Sehr kritisch zu sehen sei auch die Tatsache, dass Sozialminister Buchinger offenbar gerade dabei sei, je nach Bundesland unterschiedliche Richtlinien für die Förderung der 24-Stunden Betreuung auszuverhandeln. "Es ist keinesfalls nachvollziehbar, warum die Gewährung einer Förderung vom Wohnort der AntragstellerIn abhängig gemacht werden soll. Auch unterschiedliche Vermögensgrenzen, je nach dem ob jemand eine 24-Stunden Betreuung zu Hause in Anspruch nimmt oder in ein Heim geht, sind nicht nachvollziehbar", so Mandak.

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