Eder: HPV-Impfung ist kein Ersatz für regelmäßige Vorsorge- Untersuchungen

Gesamtkonzept mit fundiertem Vorsorgeprogramm statt kurzfristigen Einzelmaßnahmen

Wien, 13. November 2007 (ÖVP-PK) „Statt kurzfristigen Einzelmaßnahmen brauchen wir im Kampf gegen Gebärmutterhalskrebs ein Gesamtkonzept mit einem fundierten Vorsorgeprogramm“, so ÖVP-Abgeordneter Dr. Sebastian Eder zu den heutigen Aussagen von Frauenministerin Bures. Er erinnert in diesem Zusammenhang an den Beschluss der Bundesgesundheitskommission, in der auch prominente SPÖ-Vertreter sitzen: Die zugelassenen HPV-Impfstoffe sollen evaluiert und in ein umfassendes Präventionsprogramm eingearbeitet werden. Dann können in einem nächsten Schritt auch Gespräche über einen fairen Finanzierungsschlüssel geführt werden. ****

Eder betont weiters, dass die HPV-Impfung KEIN hundertprozentiger Schutz vor Gebärmutterhalskrebs ist, da der Impfstoff nur bei 70 Prozent der HP-Viren wirkt. „Die Impfung ersetzt keinesfalls die jährliche Vorsorgeuntersuchung mit dem so genannten PAP-Abstrich“, sagt Eder. Er verweist darauf, dass Langzeitstudien nach wie vor fehlen – ein Bedenken, das gestern auch Wiens Gesundheitsstadträtin Wehesely geäußert hat. Weiters gibt es keine fundierten Daten über die Langzeit-Immunisierung. „Umfassenden Schutz vor Gebärmutterhalskrebs bietet einzig die regelmäßige Vorsorgeuntersuchung. Alles, was darüber hinaus zum Schutz der Frauen beigetragen werden kann, wird Gesundheitsministerin Kdolsky unternehmen – aber ohne Schnellschüsse, sondern auf Basis fundierter Erkenntnisse“, schließt Eder.

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