Rudas: Gesellschaft muss sich um straffällige Jugendliche kümmern

Jugendgerichtshof genießt internationalen Vorbildcharakter

Wien (SK) - "Es ist Aufgabe der Gesellschaft, sich in besonderer Weise um straffällig gewordene Jugendliche zu kümmern. Daher ist die Entscheidung von Justizministerin Maria Berger, den von Schwarz-Blau abgeschafften Jugendgerichtshof wieder zu installieren, der richtige Weg", bekräftigt SPÖ-Jugendsprecherin Laura Rudas gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. ****

Die SPÖ-Jugendsprecherin ist davon überzeugt, dass eine spezielle Gerichtsbarkeit für Jugendliche gekoppelt mit Maßnahmen für Prävention, psychologischer Betreuung und Resozialisierungsprogrammen zu einer Verringerung der Rückfallquote von jugendlichen Straftätern beitragen werde. "Die Tatsache, dass Jugendliche mit Problemen eine zweite Chance bekommen, muss der Gesellschaft auch etwas wert sein. Parteipolitische Polemik seitens der ÖVP auf dem Rücken junger Menschen, hilft hier nur wenig", so Rudas.

Überdies habe die Schließung des Jugendgerichtshofes viele negative Folgen für jugendliche Straftäter nach sich gezogen. So wurde etwa vor einiger Zeit ein Jugendlicher im Gefängnis Josefstadt von drei Mithäftlingen mehrfach brutal vergewaltigt Die SPÖ-Jugendsprecherin fordert: "So etwas darf nicht mehr passieren!" Nicht nur in diesem Zusammenhang sei der plötzliche Widerstand der ÖVP also "völlig unverständlich, zumal der Jugendgerichtshof internationalen Vorbildcharakter für den Umgang mit jugendlichen Straftätern genießt", so Rudas abschließend. (Schluss) ps/mm

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