Sportstaatssekretär Lopatka: Wettklettern soll olympisch werden

Jugend stürmt Kletterwände - Österreichische Kletterer Weltklasse

Wien, 13. November 2007 (OTS) - "Österreich erlebt einen Kletterboom. Diese junge Sportart begeistert Kinder und Jugendliche und wird von den Erfolgen der Spitzenathleten in die Breite getragen. In Österreich gibt es derzeit über 200 künstliche Kletterwände vom Bodensee bis nach Wien", so Sportstaatssekretär Dr. Reinhold Lopatka bei einem gemeinsame Presseempfang für den Weltcupgesamtsieger im Bouldern, Kilian Fischhuber. Lopatka verwies auf die rasant ansteigende Mitgliederanzahl von mittlerweile knapp 20.000 Aktiven, von denen ein Drittel unter 18 Jahren alt ist. "Gerade in Zeiten, wo es für Vereine immer schwieriger wird, Kinder und Jugendliche für Sport zu begeistern, ist das bemerkenswert." Laut "Jugend und Sport"-Umfrage sind nur mehr 18 Prozent der Kinder und Jugendlichen in einem Verein sportlich aktiv. Er, Lopatka, unterstütze daher die Bestrebungen dieser für Aktive wie Fans gleichermaßen attraktiven Sportart, olympisch zu werden. "Österreich wäre bei den Sommerspielen mit einer weiteren jungen Sportart, bei der sie weltweit erfolgreich ist, vertreten." Der Sportstaatssekretär erinnerte in diesem Zusammenhang an die Wiedereinführung der Olympischen Spiele. "Bereits damals beschloss das IOC am 23. Juni 1894, einen Preis für Alpinismus zu vergeben, um damit die größte Leistung der vergangnen vier Jahre auszuzeichnen." ****

Gemeinsam mit dem Vizepräsidenten des Österreichischen Wettkletterverbandes (ÖWK), Helmut Knabl, betonte der Sportstaatssekretär die Erfolge des seit 2006 in der Bundes-Sportorganisation organisierten Verbandes. "Die Erfolgsgeschichte findet weltweit Beachtung." Allein 2007 konnten zwei Weltmeistertitel (Angela Eiter -Vorstieg, Anna Stöhr -Bouldern), ein Europameistertitel (David Lama - Bouldern) sowie der Weltcup-Gesamtsieg durch Kilian Fischhuber (Bouldern) nach Österreich geholt werden. Auch der Nachwuchs hat bei der Jugend WM in Ibarra (Ecuador) mit sieben Medaillen geglänzt. Die Jugendeuropameister Jakob Schubert und Johanna Ernst sowie Christine Schranz (Junioren) wurden Weltmeister in ihrer jeweiligen Altersklasse. Seitens des Sportstaatssekretariats wird der ÖWK zusätzlich zur Grundförderung von 63.000 Euro ab 2008 mit 92.000 Euro beim Aufbau der Infrastruktur für den neuen Verband, Nachwuchsförderung und der Austragung internationaler Bewerbe unterstützt.

Neben den zahlreichen internationalen Erfolgen sei der Wettkletterverband gerade im Schulsport mit zahlreichen Initiativen aktiv geworden. Seit sechs Jahren wird der Tiroler Schulbouldercup mit heuer 428 Startern durchgeführt. Die Bundesländer haben diese Bewerbsform übernommen und seit zwei Jahren gibt es auch den Bundesschulbouldercup. In diesem Zusammenhang betonte Lopatka das bewährte "Tiroler Modell" mit der Aus- und Fortbildung von Lehrern/innen. "Die pädagogische Hochschule Tirol bietet seit 1990 eine Lehrerausbildung für Klettern an." Eine ähnliche Ausbildung gibt es bereits in Vorarlberg und Wien. Im Anschluss an das Pressegespräch wurde der Niederösterreicher Kilian Fischhuber von Lopatka für seine Leistungen geehrt.

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