Bildungsmöglichkeiten für MigrantInnen - SP-Yilmaz: VP-Ekici offensichtlich schlecht informiert

Wien (SPW-K) - "Die Wiener VP-Gemeinderätin Ekici ist über die Bildungsmöglichkeiten von MigrantInnen, so u.a. hinsichtlich der Nachholung des Schulabschlusses, offensichtlich schlecht informiert. Diese Möglichkeit gibt es bereits und sie wird von der Stadt unterstützt", stellte Dienstag die Integrationssprecherin der Wiener SPÖ, Gemeinderätin Nurten Yilmaz, in einer Replik im Pressedienst der SPÖ Wien zu den Forderungen und Aussagen der VP-Politikerin fest.

Wien sei, so die Mandatarin weiter, bei diesem Thema jedenfalls gut aufgestellt und die Maßnahmen würden kontinuierlich adaptiert. Yilmaz: "Jugendliche SeiteneinsteigerInnen, die nach der Schulpflicht nach Österreich kommen, werden derzeit unter dem Titel ´StartWien` mit einem Bündel an Maßnahmen unterstützt. Für Jugendliche über 15 Jahre werden Deutsch- und Orientierungskurse mit bis zu 600 Unterrichtsstunden angeboten. Diese jugendgerecht gestalteten Intensivkurse sind weit mehr als reine Deutschkurse: Sie bieten auch mit Exkursionen und Infoelementen Jugendlichen einen Start in weiterführende Ausbildungen oder den Beruf. In enger Zusammenarbeit mit den bestehenden etablierten Jugendeinrichtungen für MigrantInnen wird "StartWien" laufend weiterentwickelt, u.a. in Richtung Intensivierung von "schulbegleitenden" Deutsch- oder Fachsprachenkursen", informierte Yilmaz. Auch würde im Rahmen der von der Stadt finanziell unterstützten Volkshochschulen die Möglichkeit geboten, Schulabschlüsse nachzuholen.

"Das ebenfalls von der Stadt geförderten Projekt JUBIZ (Beratungs-und Kompetenzstelle für Sprachförderung und Bildungsarbeit mit jugendlichen MigrantInnen in der Volkshochschule Ottakring)", so Yilmaz, "richtet sich vorwiegend an Jugendliche nach dem Pflichtschulalter, die neu nach Österreich zugewandert sind. Darüber hinaus werden aber auch schon länger in Österreich lebende jugendliche MigrantInnen beraten, die Unterstützung beim Einstieg bzw. Wiedereinstieg in das Bildungssystem benötigen. Rund 2.500 Jugendliche nahmen jedenfalls 2006 an den Kursen teil, die Angebote für 2007 wurden aufgrund der großen Nachfrage erweitert", erklärte die Gemeinderätin.

Zu den Aussagen von Ekici hinsichtlich des waff stellte Yilmaz klar, dass dieser schon sehr viel fördere und die waff-Programme zur beruflichen Weiterbildung im Sinne von Diversität allen Interessenten offen stünden. Yilmaz: "Diese Programme werden von MigrantInnen auch zu einem sehr hohen Anteil genutzt. Der waff hat dafür eine Reihe von Foldern auch in die wichtigsten MigrantInnensprachen übersetzt. Das betrifft auch das website Angebot"!

Nicht zuletzt wies Yilmaz darauf hin, dass vor dem Hintergrund, dass vor allem weniger gut ausgebildete Menschen bzw. Menschen, die rein formal gering qualifiziert sind - das trifft oftmals auf MigrantInnen zu - und von Arbeitslosigkeit am stärksten betroffen sind, der waff auch 2007 eine Reihe von Programmen für rund 12.000 Berufstätige anbiete. Das Ziel dabei sei diese durch Aus- und Weiterbildungsberatung sowie durch finanzielle Hilfe beim Weiterkommen im Beruf bzw. zur Absicherung ihres Jobs zu unterstützen. Die Palette reiche dabei vom Bildungskonto des waff (bis zu 450 Euro Weiterbildungsförderung) über das kostenlose Nachholen des Lehrabschlusses (bis maximal 2000 Euro) bis zu Spezialprogrammen für Frauen. "Gezielte berufliche Aus- und Weiterbildung halbiert das Risiko, arbeitslos zu werden! Selbstverständlich sind alle Programme des waff für MigrantInnen offen", schloss Yilmaz. (Schluss)

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