Lichtenecker: Investitionen in Gaskraftwerke sind der falsche Weg

BM Bartenstein und BM Pröll dürfen Ökostromausbau nicht weiter bremsen

Wien (OTS) - "Natürlich ist es notwendig für eine sichere österreichische Stromversorgung zu sorgen, aber eine Milliardeninvestition in Gaskraftwerke ist der falsche Weg," reagiert Ruperta Lichtenecker, Umwelt- und Energiesprecherin auf die Ausführungen von E-Control Chef Walter Boltz. "Der Ausbau von Gaskraftwerken erhöht die Abhängigkeit von fossilen, endlichen Rohstoffen aus krisengeschüttelten Regionen, die Treibhausgasemissionen steigen bei der derzeit schon katastrophalen österreichischen Klimabilanz weiter an", erläutert Lichtenecker.

"Schon jetzt sind Strafzahlungen in der Kyoto-Zielperiode 2008-2012 von 2,5 Milliarden Euro zu erwarten um das jährlich zu erwartende CO2-Defizit von rund 25 Millionen t CO2 zu decken. Jede zusätzlich emittierte t CO2 wird rund 20 Euro kosten," ergänzt Lichtenecker.

"Eine sichere und nachhaltige Energieversorgung ist nur mittels Energieeffizienzmaßnahmen und dem Ausbau der Erneuerbaren Energieträger, der grünen Energiewende, möglich, hier bedarf es dringend nach Investitionen," so Lichtenecker. "Der Ausbau von Ökostrom bedeutet die langfristige Sicherstellung der österreichischen Energieversorgung, einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und die Förderung der heimischen Wirtschaft. In Deutschland sind allein die Bruttoarbeitsplätze in der Erneuerbaren Energien Branche von 2005 auf 2006 von 160.000 Arbeitsplätzen um beinahe 50 Prozent auf 234.000 gestiegen.
"Wir brauchen eine Totalreform des Ökostromgesetzes nach Vorbild des deutschen Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), die Ökostromanlagenbetreibern Planungs- und Investitionssicherheit geben. Die Minister Bartenstein und Pröll dürfen den Ökostromausbau nicht weiter bremsen, nicht zuletzt gilt es die österreichischen Regierungsziele zu erfüllen," so Lichtenecker.

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