Peter Haubner: Lärmschutzwände als Solaranlagen sinnvoll nutzen!

"Ideale Verbindung zwischen Lärmschutz und Energiegewinnung" - Parlamentarische Anfrage an Verkehrsminister Faymann

Wien (ÖVP-PK) - In einer parlamentarischen Anfrage an Verkehrsminister Faymann möchte ÖVP-Abg. Peter Haubner wissen, wie viele Lärmschutzwände es in Österreich gibt, die gleichzeitig als Solaranlagen genutzt werden, und fordert Information über geplante Schritte und Investitionen auf diesem Sektor. "Es geht darum, die vorhandenen Flächen sinnvoll zu nutzen", so Haubner heute, Dienstag. ****

"Österreich ist vor allem im Bereich der erneuerbaren Energie ein Vorreiter in Europa. Durch die gezielte Förderpolitik der letzten Jahre wurde erreicht, dass fast 40 Prozent aller Neubauten im Bundesgebiet über Solaranlagen verfügen. Es gibt bereits Musterbauten, bei denen große Teile der Fassade zur Energiegewinnung genutzt werden", beschreibt Haubner die positiven Entwicklungen der letzten Jahre.

Dennoch gibt es gerade im Bereich der österreichischen Verkehrsinfrastruktur große Gebiete, die man zur umweltfreundlichen Erzeugung von Energie heranziehen könnte. So stellen zum Beispiel Lärmschutzwände ein sicherlich nicht zu vernachlässigendes Reservoir an Flächen dar. Auch würde ein dualer Nutzen die optisch nicht immer attraktiven Wände noch sinnvoller machen. "Hier liegt meiner Meinung nach noch ein großes Potential brach", so Peter Haubner weiter.

Zwar kommen zur Zeit rund 60 Prozent des in Österreich produzierten Stroms aus erneuerbaren Energiequellen, der weitere Ausbau ist dennoch sinnvoll und wichtig. Denn die österreichische Umwelttechnologiebranche zählt zu den innovativsten der Welt und wächst mit 7,3 Prozent pro Jahr schneller als die österreichische Wirtschaft insgesamt.

Österreich ist neben Dänemark der größte Exporteur von Umwelttechnologie. Die Forschungsquote im Bereich der Umwelttechnologie ist mit 5,6 Prozent mehr als doppelt so hoch wie jene der sonstigen Sachgüterproduktion. In der Umwelttechnikindustrie erwirtschafteten österreichische Firmen im Jahr 2006 mit rund 20.000 Mitarbeitern einen Umsatz von rund vier Milliarden Euro.

"Lärmschutz mit Energiegewinnung zu verbinden ist eine sinnvolle Alternative und könnte auch das Image der vieldiskutierten Lärmschutzverbauung in Österreich heben. Wenn wir in diesem Bereich investieren, können wir unsere Vorreiterrolle weiter ausbauen", meint der ÖVP-Abgeordnete.

Haubner hat daher eine parlamentarische Anfrage an den ressortzuständigen Bundesminister Faymann eingebracht, um den aktuellen Stand der Nutzung von Lärmschutzwänden als Solaranlagen zu ergründen und um hier eine rasche und positive Entwicklung für Österreich zu erreichen.
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