Wien startet mit Begabungssiegel für Volksschulen!

Wien (OTS) - "Mit zahlreichen Initiativen - von der Einrichtung eines eigenen Kompetenzzentrums für Begabungsförderung bis hin zu Angeboten wie beispielsweise den Sommerakademien - ist es Wien in den vergangenen Jahren gelungen, zum Spitzenreiter in Sachen Begabungsförderung in Österreich zu werden. So positiv und begrüßenswert es ist, dass Begabungsförderung hierdurch zu einem Trend geworden ist, stellt es nun die wichtigste Aufgabe dar, Maßnahmen zur Qualitätssicherung zu setzen. Mit dem Wiener Begabungssiegel für unsere Volksschulen, das ab sofort startet, gelingt dies optimal. Die Vorteile: Die Qualität der schulischen Begabungsförderung wird klar verbessert und für die Eltern gibt es ab sofort die Gewissheit, dass 'wo Begabungsförderung draufsteht, auch Begabungsförderung drinnen ist'", stellte Wiens Amtsführende Stadtschulratspräsidentin Susanne Brandsteidl heute im Rahmen einer Pressekonferenz fest.****

Brandsteidl: "Wien lebt Begabungsförderung - mit dem österreichweit ersten Siegel für Begabungsförderung haben wir dies erneut unter Beweis gestellt und eine Vorreiterrolle übernommen. Das Siegel ist ein sichtbarer Ausdruck einer besonderen Begabungskultur an einer Schule. Mit anderen Worten: Etwas Begabungsförderung an einer Schule zu betreiben, ist zwar wichtig und richtig, reicht aber nicht aus, um das Begabungssiegel verliehen zu bekommen. Für dieses ist es notwendig eine Reihe von Auflagen nachweislich zu erfüllen."

Details zum Begabungssiegel

Voraussetzungen für den Erwerb des Begabungssiegel für Volksschulen sind:

o ein schulumfassendes Förderkonzept und Schulentwicklung: Bekenntnis zur Begabungsförderung inner- und außerhalb der Unterrichtszeit, Verankerung im Schulprofil, Bekenntnis zu Teamwork und interdisziplinärer Zusammenarbeit. o ein vielfältiges Förderangebot: Förderangebote müssen sich an ALLE Kinder richten und verschiedene Begabungen, Interessen und Bedürfnisse erfassen individualisierte Förderung in homogenen wie heterogenen Kleingruppen. o ein schulpartnerschaftliches Miteinander: Erziehungsberechtigte sind verstärkt einzubeziehen, permanente Information über die Begabungsförderungsmaßnahmen. o eine "fähigkeitsorientierte Leistungsbeschreibung": Alternative Formen der Leistungsbeurteilung sind anzuwenden, bei gesetzlicher Pflicht zur Notenbeurteilung hat eine alternative Leistungsbeurteilung dennoch der Ziffernbeurteilung beigefügt zu werden. o eine qualifizierte LehrerInnenschaft: Mindestens 25 Prozent der LehrerInnen einer Schule müssen über eine entsprechende Aus-, Fort- oder Weiterbildung im Bereich der Begabungsförderung verfügen. o schulinterne Beratung: Beratung von LehrerkollegInnen, SchülerInnen und Eltern, enge Kooperation mit externen Stellen (z.B. Schulpsychologischer Dienst). o eine detaillierte Dokumentation: Dokumentierung der durchgeführten schulspezifischen Fördermaßnahmen - schulintern sowie extern durch Jahresberichte an den Stadtschulrat, Jahrbücher etc. o eine interne wie externe Evaluation und Feedback: Qualitätsüberprüfung durch schulinterne Rückmeldeverfahren, Interviews, Fragebögen sowie durch die mindestens dreijährlich externe Evaluation durch den Stadtschulrat für Wien.

Das Begabungssiegel wird - aus Gründen der Qualitätssicherung-nicht unbegrenzt, sondern temporär auf maximal 3 Jahre vom Kompetenzzentrum für Begabungsförderung verliehen.

Brandsteidl abschließend: "Die hohen Anforderungen für den Erwerb des Begabungssiegels bedeuten, dass hier wirklich eine 'Premium-Marke' geschaffen wird. Dies nicht in dem Sinne, dass Schulen ohne Siegel ein Defizit haben, sondern in der Hinsicht, dass Schulen mit Siegel sich als hundertprozentige Begabungsförderungs-Schulen bezeichnen können. Für Wien und unser Wiener Schulwesen ist dieses massive Engagement in der Begabungsförderung nur positiv. Denn jede Begabung, die nicht erkannt bzw. deren Förderung vernachlässigt wird, bedeutet in letzter Konsequenz auch ein Stück Verlust für die Gesellschaft. Daher: ist Begabungsförderung ein unverzichtbarer Bestandteil unserer modernen Bildungs- und Schulpolitik." (Schluss) ssr

Rückfragen & Kontakt:

PID-Rathauskorrespondenz:
http://www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Matias Meißner
Medien- und Pressereferat des Stadtschulrates
Tel.: 525 25/77 014
E-Mail: matias.meissner@ssr-wien.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK0012