HAUBNER: BZÖ für kostenlose Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs

BZÖ wird Antrag im Parlament einbringen - Gesundheitsministerin Kdolsky muss Blockadepolitik aufgeben

Wien 2007-11-13 (OTS) - BZÖ-Gesundheitssprecherin Ursula Haubner tritt dafür ein, die lebensrettende Impfung für junge Mädchen gegen Gebärmutterhalskrebs als kostenlose Leistung ins österreichische Impfprogramm zu übernehmen. "Die Blockadehaltung von Gesundheitsministerin Kdolsky ist völlig unverständlich und abzulehnen. Die Gesundheitsministerin versteckt sich hier hinter Paragraphen und zweifelhaften Gutachten, während Experten, von der Krebshilfe bis hin zum Vorstand des Instituts für Sozialmedizin der MedUni Wien, Michael Kunze für die Impfung eintreten. Das BZÖ tritt hier ganz klar für die oft lebensrettende Impfung ein. Der medizinische Fortschritt gegen diese tödliche Bedrohung, darf nicht durch fadenscheinige Argumente gestoppt werden. Gesundheit und lebensrettende Impfungen dürfen nicht nur denen vorbehalten sein, die sich diese Impfung leisten können. Eine Zweiklassenmedizin lehnt das BZÖ strikt ab und wird deshalb die Aufnahme in das Impfprogramm im Parlament beantragen", betont Haubner, selbst Mutter und Großmutter.

Haubner erklärt, dass laut Experten mehr als 70 Prozent von pro Jahr rund 5.000 gynäkologischen Eingriffen wegen Vorstufen eines Gebärmutterhalskarzinoms, ein Großteil der derzeit jährlich 550 Erkrankungen und gleichzeitig mehr als 70 Prozent der jedes Jahr rund 180 Todesfälle durch die Impfung zu verhindern wären. Das Argument von Kdolsky, dass durch die Impfung die Vorsorgeuntersuchungen zurückgehen würden, bezeichnet Haubner als nur mehr zynisch. Nur weil die Impfung aber regulär rund 600 Euro kostet, verweigert das Gesundheitsministerium die Aufnahme der HPV-Immunisierung in das kostenlose Kinderimpfprogramm.

In Italien, Frankreich, Großbritannien, Griechenland und Deutschland sei die Impfung bereits in das staatliche Impfprogramm übernommen worden, deshalb sei die Weigerung der Gesundheitsministerin unverständlich. "Mehr als 100.000 Österreicherinnen und Österreicher haben bereits die überparteiliche Initiative für die kostenlose Aufnahme unterschrieben, die Fachleute sprechen sich dafür aus, nur Kdolsky verschließt ihre Augen und verweigert diese lebensrettende Maßnahme. Das BZÖ wird diese lebensrettende Maßnahme im Parlament beantragen und hofft hier auf die Unterstützung der Mehrheit der Abgeordneten", so Haubner abschließend.

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