ÖGB startet große Burn-Out-Umfrage auf www.gesundearbeit.at

Branchenspezifische Fragebögen online. Preise im Wert von 25.000 Euro werden verlost

Wien (ÖGB) - Entflammt und ausgebrannt - so beschreiben immer mehr ArbeitnehmerInnen, die unter Burn Out leiden, ihre Probleme am Arbeitsplatz. "Bei Burn Out handelt es sich schon lange nicht mehr um eine ManagerInnenkrankheit. Ganz im Gegenteil: Oft ist es die MitarbeiterIn im Callcenter, die unter Dauerstress leidet, die Sozialarbeiterin oder der Techniker mit Rufbereitschaft und Erfolgsdruck, der Polizist, die Polizistin, die unter hohem Druck Überstunden leisten, oder MitarbeiterInnen im Tourismus und Berufskraftfahrer", erklärt ÖGB-Expertin Renate Czeskleba.++++

Dem ÖGB sind Menschen mit Burn Out ein Anliegen. Viele Fragen sind jedoch offen - zum Beispiel, welche Berufe sind besonders betroffen, welchen Einfluss hat die Arbeitszeit, wie äußert sich Burn Out für Betroffene konkret, oder welche Rolle spielt die Vereinbarkeit von Beruf und Familie usw. Der ÖGB startet vor diesem Hintergrund gemeinsam mit einem unabhängigen Meinungsforschungsinstitut eine Burn-Out-Umfrage. Fragebögen für folgende Branchen sind online:

  • Handelsangestellte
  • IT-Beschäftigte
  • Fremdenverkehr/ Gastronomie
  • LehrerInnen
  • Exekutive
  • JournalistInnen
  • Telekommunikation
  • BerufskraftfahrerInnen -Sonstige Branchen

ArbeitnehmerInnen, die an der Studie teilnehmen wollen, können den anonymen Fragebogen auf www.gesundearbeit.at ausfüllen oder diesen ausdrucken und per Post schicken. Die Umfrage läuft bis Mitte Dezember. Unter den TeilnehmerInnen werden außerdem verschiedenste Preise im Gesamtwert von 25.000 Euro verlost.

SERVICE: BURN OUT: ExpertInnen beschreiben Burn Out als Belastungssyndrom, das von emotionaler, geistiger und körperlicher Erschöpfung geprägt ist. Burn Out entwickelt sich über Monate, manchmal sogar über Jahre. Bei Burn Out durchläuft man Phasen wie idealistische Begeisterung, verstärktes Engagement am Arbeitsplatz, die zunehmende Vernachlässigung eigener Bedürfnisse - z. B. Zeit mit Freunden und Familie -, Verleugnung von Problemen, Rückzug aus der Umwelt, Innere Leere, Depression und - im schlimmsten Fall - den Zusammenbruch. Der innere Leistungsdruck und die zunehmende Belastung am Arbeitsplatz sind verantwortlich für diesen Teufelskreis.

ÖGB, 13. November 2007 Nr. 672

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