Neues Volksblatt: "Grauzone" (von Markus Ebert)

Ausgabe vom 6. November 2007

Linz (OTS) - Von 40.000 illegal tätigen Pflegekräften war die Rede. Um einerseits einen rechtmäßigen Zustand herzustellen und anderseits die 24-Stunden-Betreuung in den eigenen vier Wänden dennoch leistbar zu machen, wurde die Pflegeförderung geschaffen. Dass diese bisher in nicht einmal 100 Fällen beansprucht wurde, lässt mehrere Schlüsse zu.
Zum einen könnte tatsächlich, wie von Seniorenvertretern vermutet, Anmeldung und Beschäftigung ausländischer Pfleger zu kompliziert sein. Zum anderen ist vielleicht die Information über die Förderung bei den Betroffenen nicht oder zuwenig deutlich angekommen. Nicht auszuschließen ist aber auch, dass - wie so oft - auch hier bis zum letzten Abdruck gewartet wird, um die Betreuungstätigkeit auf eine legale Basis zu stellen. Letzteres hieße, dass die zuständigen Stellen in den letzten Wochen des Jahres auf einen regelrechten Ansturm gefasst sein müssten - ein Umstand, dem durch ausreichende Kapazitäten bei der Bearbeitung der Anträge Rechnung getragen werden muss.
Jedenfalls zu vermeiden ist, dass die Betroffenen in eine rechtliche Grauzone a la Kindergeld geraten.

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