Schmied: Bildungsreform ist eröffnet

Einigung mit ÖVP zum Start der Modellversuche ab 2008

Wien (SK) - "Es gibt eine Einigung, dass die Modellversuche zur gemeinsamen Schule der 10-14jährigen ab 2008 starten, wir werden den Gesetzesvorschlag dazu am Mittwoch im Ministerrat einbringen. Damit ist die Bildungsreform eröffnet", zeigte sich Unterrichtsministerin Claudia Schmied am Montag Abend bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Wissenschaftsminister Johannes Hahn erfreut über die Einigung zu den Modellschulen mit dem Koalitionspartner ÖVP. Die Modelle werden mit Bestandsgarantie ausgestattet, sie werden wissenschaftlich begleitet, für die Eltern sei Wahlfreiheit gegeben und eine einmalige Grundsatzentscheidung der Eltern und Lehrer entscheide über den Modellversuch, dann sei keine weitere Abstimmung bis zum Ende der Modell mehr nötig, skizzierte Schmied die wichtigsten Eckpunkte der Reform. ****

Ganz wesentlich sei, dass es eine Bestandsgarantie gebe, und keine jährlichen Abstimmungsrituale. Dadurch werde Rechtssicherheit für Eltern, SchülerInnen und LehrerInnen geschaffen, betonte Schmied. Die Entscheidung, ob eine Schule an einem Modellversuch teilnimmt, erfolgt durch eine einmalige Grundsatzentscheidung der Eltern und LehrerInnen an der Schule mit qualifizierter Mehrheit. Nach dieser Grundsatzentscheidung seien keine weiteren Abstimmungen notwendig und es bestehe Bestandsgarantie bis zum Ende der Modelle. Die Modelle seien auf acht Jahre befristet, erklärte die Unterrichtsministerin.

Jetzt beginne die intensive Phase der Detailarbeit. Die Bundesländer und die breite Personengruppe von ExpertInnen rund um Prof. Schilcher werde die Arbeit intensivieren, um die Pläne für den Start 2008 zu erarbeiten. Weiters werde es für die Öffentlichkeit breite Informationen über die weiteren Schritte geben. Der Gesetzesbeschluss werde noch vor Weihnachten erfolgen, damit die Anmeldung für die Modellschulen im Februar beginnen kann.

"Dann werden die Modelle der gemeinsamen Schule starten und sich einem Praxistest unterziehen. Ich freue mich sehr über die breite Unterstützung seitens der Wirtschaftskammer und der Industriellenvereinigung. Mit dem Rückenwind der bewährten Zusammenarbeit mit Minister Hahn werden wir die Modellversuche zur gemeinsamen Schule der 10-14jährigen starten", so die Unterrichtsministerin.

Gegen den Willen der Betroffenen gebe es keine Innovation, daher sei für die Umsetzung der Modellschulen ganz zentral, dass wir engagierte LehrerInnen finden, die mitmachen wollen. Dies sei jetzt ein erster Schritt, es sei gut, "dass jetzt Dynamik und Innovation in die Schule kommt", so Schmied. Es gebe schon recht gute Vorarbeiten in den einzelnen Bundesländern und man werde voraussichtlich mit den Modellregionen im Burgenland Süd, Graz, Voitsberg, Kärnten und Salzburg beginnen. Die Unterrichtsministerin rechnet mit 30 bis 40 Standorten der gemeinsamen Schule der 10-14jährigen in ganz Österreich ab September 2008. (Schluss) sl

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