Ein ökologischer Marshallplan muss kommen

Prof. DDr. Franz Josef Radermacher ist Keyspeaker beim Logistics Forum Vienna am 13./14. November 2007

Wien (OTS) - Ein neues Mobilitätsdenken fordert der renommierte deutsche Wissenschafter und Leiter des Ulmer Institutes für angewandte Systemfragen Prof. DDr. Franz Josef Radermacher, versierter Ökonom, Logistiker und Querdenker, angesichts der Globalisierung und des Klimawandels.

Für Radermacher ist die Zukunft der Logistik nicht eine Frage der Optimierung des Transportes und Transfers von Waren, sondern ein Paradigmenwechsel in der Produktion und der Ausbildung von Humanressourcen sowie des "intelligenten Export" und der Umverteilung des Reichtums.

"Die Relationen zwischen armen Ländern und reichen Ländern müssen sich verschieben und Wertschöpfungsketten anders gestaltet werden. In der Nutzung der Ressourcen Vorort liegt mehr volkswirtschaftlicher Nutzen als im globalen hin und her des Waren- und Dienstleistungstransportes."

Kein falscher Ökologismus

Radermacher warnt vor einem falschen Ökologismus und einem missbräuchlich verwendeten Nachhaltigkeitsbegriff. "Der Einsatz von Öl und Otto- oder Dieselkraftstoffe durch Biokraftstoffe hat nichts mit verantwortlichen ökologischem Bewusstsein zu tun. Biosprit heißt Industrialisierung der Landwirtschaft und führt zur Nahrungsmittelverknappung gerade in den Regionen, sie sich derzeit schon kaum vom eigenen Boden ernähren können, und Wasservergeudung im hohen Ausmaß. Hier wird lediglich ein fossiler Brennstoff durch einen anderen ersetzt."

Ein Umdenken in der arbeitsteiligen Produktion sei dabei ebenso notwendig, wie ein neues Verständnis von Logistik in der Optimierung der "kurzen Wege" und der Investition von Recyclingverfahren. Auch Verteilung ist letztendlich eine Frage der intelligenten Umverteilung von Ressourcen."

Vorsichtiger Optimismus

Radermacher ist vorsichtig optimistisch, vor allem angesichts der neuen großen Volkswirtschaften, die im Mittleren und Fernen Osten entstehen. "Wir Europäer sollten dabei die Rolle des Brain-Innovators und -Partners einbringen und weniger Exekutor der Transportwege sein."

Die Thesen von Prof. DDr. Franz Radermacher bestimmen auch die generelle Ausrichtung des Logistics Forum Vienna, das sich weniger als spezifische und an konkreten Lösungen arbeitende Fachveranstaltung sieht, denn als zukunftsorientierte Dialogplattform.

Diskurs in die Zukunft

"Wir werden sicherlich nicht die jüngsten technischen Entwicklungen bei RFID detailliert darstellen, aber darüber diskutieren welche gesellschaftspolitischen, logistikphilosophischen und marktdominanten Komponenten RFID-Technologie als Ablösung der konventionellen Barcodes haben werden. Ebenso werden wir nicht über die kapazitätsorientierten Errungenschaften der Mega-Lkw diskutieren, sondern darüber, welche gesellschaftspolitischen und verkehrspolitischen Auswirkungen diese Groß-Lkw haben", verdeutlicht Hans-Jörgen Manstein, Initiator und Veranstalter gemeinsam mit der Bundesvereinigung Logistik Österreich und dessen Generalsekretär Ing. Christian Skaret.

Wien als Drehscheibe

Alleine aufgrund der topographischen Lage und wegen der zentralen Funktion Wiens in der binneneuropäischen Logistik wurde die österreichische Bundeshauptstadt auch als Austragungsort für das Logistics Forum ausgewählt. "Wien ist einer der bedeutendsten Umschlagsplätze in Europa. Zudem bestehen lange historische Verbindungen mit den zentral- und osteuropäischen Ländern."

Das Logistics Forum Vienna findet 2007 bereits zum zweiten Male statt und soll in Zukunft weiter ausgebaut werden, stets mit dem Anspruch, Diskursplattform zu sein. Das Hauptaugenmerk liegt auf den Entwicklungen in den CEE-Märkten. Rumänien als eines der dynamischesten neuen EU-Mitgliederländer wird 2007 ein besonderer Schwerpunkt eingeräumt. Dort sind österreichische Investoren auch im steigenden Ausmaß tätig.

Facts & Figures

International Logistics Forum Vienna

Termin: 13. + 14. November 2007 Veranstaltungsort: Studio 44 der Österreichischen Lotterien, 1038 Wien, Rennweg 44

Teilnahmegebühren: 2 Tage 400 Euro

Anmeldeschluss: 9. November 2007 Rahmenprogramm: Shopping-Tour durch die Wiener Innenstadt und Heurigenbesuch

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