Bundesobmann Khol zur Pensionsanpassung: "Massive Unterstützung durch die Bevölkerung!"

Bereits über 300.000 Unterschriften für eine gerechte Pensionserhöhung - "Akuter Handlungsbedarf" bei Pflege und Betreuung

Wien (OTS) - Auf der heutigen Pressekonferenz des Österreichischen Seniorenrates nahm Dr. Andreas Khol, Präsident des Seniorenrates und Bundesobmann des Österreichischen Seniorenbundes vor allem zu den Themen Pensionserhöhung sowie Pflege und Betreuung Stellung. Anlässlich der morgen beginnenden Verhandlungen mit der Regierung über die Pensionsanpassung 2008 werde der Seniorenrat die bisher gesammelten Unterschriften für eine höhere Pensionsanpassung übergeben. Khol: "Die Unterschriftenaktion läuft bis Ende November weiter, ich bin äußerst zuversichtlich, dass wir eine Einmalzahlung abwenden, und eine echte Pensionserhöhung erreichen können. Wir können morgen um 13:45 Uhr am Ballhausplatz bereits über 300.000 Unterschriften übergeben. Die Seniorinnen und Senioren erwarten sich ein Entgegenkommen der Regierung: Eine Pensionsanpassung über den vorgeschlagenen 1,7 % ist eine Frage der Gerechtigkeit!" Im Bereich von Pflege und Betreuung sei rasches Handeln notwendig, denn "eine endgültige Lösung vorhandener Probleme ist nach wie vor ausständig", wie Khol betonte.

Pensionserhöhung: 2,1 % und mindestens 24 Euro im Monat

Der Österreichische Seniorenbund fordert eine Pensionserhöhung von mindestens 2,1 %, also auf Grundlage des Preisindex für Pensionistenhaushalte (PIPH). "Bei der Pensionserhöhung muss im nächsten Jahr ein 2er vorne stehen. Wir wollen eine gerechte und nachhaltige Anpassung, Einmalzahlungen lehnen wir ab", wie Khol betonte. Ausgleichzulagen-Bezieher, bzw. kleinere Pensionen sollten zudem stärker berücksichtigt werden. Khol: "Angesichts der starken Verteuerung der Grundbedürfnisse müssen wir die kleineren Pensionen überdurchschnittlich anheben. Jeder Pensionist sollte mindestens 24 Euro Erhöhung im Monat bekommen." Zum PIPH merkte Khol an, dass dieser einerseits wissenschaftlich unangreifbar sei, andererseits nichts mit Bevölkerungsgruppen, sondern mit Erwerbsarten zu tun habe. "Es gibt 7 Erwerbsarten, u.a. Selbstständige, Angestellte, Vermietung/Verpachtung und die Pension. Der PIPH kann also mit möglichen, eigenen Indizes für Bevölkerungsgruppen, etwa für Jugendliche, auf keinen Fall verglichen werden." Um der Forderung nach einer gerechten Pensionsanpassung den notwendigen Nachdruck zu verleihen, sammeln derzeit alle im Seniorenrat vertretenen Organisationen Unterschriften. Morgen werden man die bisher gesammelten Unterschriften den Regierungsvertretern übergeben. Das angestrebte Ziel von insgesamt 300.000 Unterschriften habe man bereits übertroffen, so Khol: "Es laufen täglich neue Unterschriftenlisten bei uns ein. Die Seniorinnen und Senioren wollen, dass die Regierung Handschlagqualität beweist, und die lange versprochene Kaufkraftsicherung der Pensionen endlich umgesetzt wird."

Pflege und Betreuung: Amnestie verlängern!

Im Bereich Pflege und Betreuung sei akuter Handlungsbedarf gegeben: Am 31. Dezember läuft die Amnestie aus. Die Umstellung der betroffenen Familien auf die neuen Modelle benötige Zeit. Um jede Verunsicherung der Menschen zu verhindern, müsse man daher die Amnestie um ein Jahr verlängern, betonte Khol abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Österreichischer Seniorenbund
Mag. Martin Amor
01/40126-157

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SEN0001