ÖAMTC: Wer erste Hilfe leisten kann, hilft Leben retten

Bereits Schulkinder sollten mit grundlegenden Maßnahmen vertraut sein

Wien (OTS) - "Auch Kinder sind in der Lage, erste Hilfe zu
leisten", ist der Leiter des Lorenz-Böhler Unfallkrankenhauses und ÖAMTC-Vizepräsident Harald Hertz überzeugt. Das hat erst kürzlich das beherzte Eingreifen einer Neunjährigen gezeigt, die ihre Mutter nach einem Wespenstich mit Erste Hilfe-Maßnahmen betreut und den Christophorus-Rettungshubschrauber eingewiesen hat. Allerdings werden die meisten Kinder und Jugendlichen erst bei der Ausbildung zum Mopedausweis oder sogar der Führerscheinprüfung zum ersten Mal mit Erste Hilfe-Maßnahmen konfrontiert. "Das ist viel zu spät", ist Hertz überzeugt. Mit dem Projekt und der Schulkampagne "Mach mit! Erste Hilfe in Bewegung" des BMUKK und BMGFJ gemeinsam mit AUVA, ÖJRK, anderen Erste Hilfe-Anbietern und ÖAMTC, das heute präsentiert wurde, wurde gezielt an den Möglichkeiten der Umsetzung einer Erste Hilfe-Grundausbildung in der Schule gearbeitet.

Die perfekte Rettungskette funktioniert nur durch die richtigen Erste Hilfe-Maßnahmen nach einem Unfall. Bis zum Eintreffen der Rettung vergeht wertvolle Zeit, die durch ein paar richtige Erste Hilfe-Handgriffe auch von jedem geschulten Kind genutzt werden kann. Im europäischen Vergleich hat Norwegen hier eine Vorreiterrolle, denn dort ist die Erste Hilfe-Ausbildung bereits im Schulplan integriert. "Ich bin fest davon überzeugt, dass eine frühzeitige Schulung die Angst davor nehmen kann, dass man bei der ersten Hilfe etwas falsch macht", sagt Hertz. Das Projekt "Erste Hilfe in Bewegung" versucht das Thema auf kindgerechte Art und Weise zu vermitteln. Dabei werden die Schüler mit dem Thema vertraut gemacht und lernen spielerisch wichtige Sofortmaßnahmen, die im Ernstfall Leben retten können. Langfristig soll damit auch die Bereitschaft zu einer Teilnahme an Grund- und laufenden Auffrischungskursen gefördert werden.

Nach der Projektphase in 15 Pilotschulen liegen nun vier mögliche Modelle vor, die in einem Leitfaden für Schulen vorgestellt werden. Sie reichen vom Regelunterricht in erster Hilfe bis hin zur Verbindlichen Übung. Das langfristige Ziel ist für Hertz der flächendeckende Regelunterricht ab der dritten Volksschule bis zum Ende des Schulbesuches. Dabei sollten regelmäßig die Erste Hilfe-Grundlagen geübt werden. Dazu gehören das rasche und richtige Erkennen der Gefahr, die umgehende Alarmierung der Rettung sowie Wiederbelebung mittels Herzmassage, Beatmung oder Defibrillator.

Weitere Informationen zu dem Projekt findet man unter www.erstehilfe-schule.at

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