HAUBNER, PARTIK-PABLÈ: Regierung vernachlässigt behinderte Menschen und deren Angehörige

BZÖ fordert bundeseinheitliche Standards bei Behindertenbetreuung

Wien (OTS) - "Die rot-schwarze Bundesregierung vernachlässigt in ihrer Politik Menschen mit Behinderung und deren Angehörige. Insbesondere Familien, die einen behinderten Menschen betreuen, sind oftmals am Rande ihrer Leistungsfähigkeit, sowohl in finanzieller als auch in psychischer Hinsicht. Diesen betreuenden Angehörigen ist es auch kaum möglich einer Berufstätigkeit nachzugehen, da die Behinderteneinrichtungen meist um 15.00 Uhr schließen. Außerdem sind sämtliche Leistungen im Behindertenbereich, wie Physiotherapien oft mit sehr hohen Selbstbehalten verbunden, die sich die Familien meist nicht leisten können", kritisierten heute BZÖ-Sozialsprecherin NAbg. Ursula Haubner und BZÖ-Behindertensprecherin Dr. Helene Partik-Pablé am heutigen Tag der Chancengleichheit.

Partik-Pablé forderte bundeseinheitliche Standards in der Behindertenbetreuung mittels Vertrag zwischen Bund und Ländern, um die vielen Missstände und Schikanen abzustellen. "Fakt ist, dass es aufgrund der mangelnden Finanzierung bei der Tagesbetreuung in einzelnen Bundesländern enorme Missstände und fehlende Plätze gibt. Die in einigen Bundesländern von der Behörde aufgebaute willkürliche Festsetzung von sogenannten Fehltagen in Betreuungs- oder Arbeitsstätten, wo behinderte Menschen ohne Bezahlung wie in normalen Arbeitsverhältnissen geführt werden ist skandalös. Egal ob krank oder auf Urlaub, niemand von den Behinderten darf 50 beziehungsweise 70 Tage fehlen. Auch wenn der Behinderte beschäftigungslos ist, darf er nicht nach Hause gehen ohne Sanktionen befürchten zu müssen."

Haubner kritisierte die unterschiedliche Handhabung bei der Ausstellung von Parkausweisen für behinderte Menschen. In Wien werde beispielsweise die Ausstellung zu streng gehandhabt. "Es ist nicht einzusehen, wieso behinderte Menschen in einigen Bundesländern benachteiligt werden". Haubner forderte eine einheitliche ärztliche Begutachtung, um diese Ungleichbehandlung abzubauen.

Weiters verlangte die BZÖ-Sozialsprecherin dauerhaft behinderte Menschen von den GIS-Gebühren zu befreien. "Obwohl Menschen mit besonderen Bedürfnissen aus gutem Grund von diversen Gebühren befreit sind, wird ihnen diese in Zusammenhang mit der Befreiung von den Rundfunkgebühren mit allen Mittel erschwert wenn nicht sogar unmöglich gemacht", so Haubner abschließend. (Schluss)

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