Drei Jahre nach Tsunami - "Nachbar in Not"-Spital in Indonesien

"Thema" und Hitradio Ö3 berichten von Eröffnung des General Hospitals Meuraxa

Wien (OTS) - Die Tsunami-Katastrophe gehörte zu den größten Herausforderungen für "Nachbar in Not". "Das mit österreichischen Fachleuten geplante und nun fertiggestellte General Hospital Meuraxa, Indonesien, zählt sowohl wegen der eingesetzten Mittel als auch in puncto Nachhaltigkeit zu den Kernprojekten der Hilfsaktion und ist zweifelsfrei ein Vorzeigeprojekt", sagt Jörg Ruminak, Leiter des ORF-Humanitarian-Broadcasting.

Am 7. November 2007 bricht eine Delegation nach Indonesien auf, um bei der Wiedereröffnung des Spitals am 11. November dabei zu sein. Zur Abordnung aus Österreich gehören: Dr. Heidi Burkhart, Geschäftsführerin von "Nachbar in Not"-Kooperationspartner Hilfswerk Austria, unter dessen Projektleitung der Neubau realisiert wurde, "Nachbar in Not"-Vorstand Mag. Michael Opriesnig vom Roten Kreuz, ein ORF-Team bestehend aus Petra Kanduth ("Thema"), Kameramann Amir Esmann, Wolfgang Böhmer vom Hitradio Ö3 und Christine Kaiser vom ORF-Humanitarian-Broadcasting. Der ORF wird ausführlich über dieses, aber auch über andere Projekte der Region, die mit Mitteln der "Nachbar in Not"-Südostasienhilfe finanziert wurden, berichten. So ist ein weiteres sichtbares Zeichen für den gelungenen Wiederaufbau das Caritas-Projekt in Lhoong, durch das Häuser für mehr als 1.000 Familien wiederaufgebaut werden konnten. "Nachbar in Not"-Projektpartner Care betreibt in Banda Aceh nach wie vor ein psychosoziales Hilfsprogramm, um den teils schwer traumatisierten Menschen - insbesondere Kindern, Jugendlichen, Frauen und älteren Menschen - nach der Flutkatastrophe bei der Trauerbewältigung zu helfen und sie bei ihrem Weg zurück ins Leben zu unterstützen.

Die indonesische Provinz Banda Aceh, nahe dem Epizentrum des Erdbebens der Stärke 9,0 nach Richter im Indischen Ozean vor Sumatra, war eine der am schwersten betroffenen Regionen, als in den Morgenstunden des 26. Dezember 2004 die gewaltige Flutwelle über Indonesiens Küsten hereinbrach. 720.000 Menschen in Aceh waren unmittelbar vom Tsunami betroffen. "Nachbar in Not" half den Überlebenden der Katastrophe in der Akutphase mit sauberem Trinkwasser, Lebensmitteln, Medikamenten, Kleidung und Hausrat. Doch auch die Gesundheitsversorgung wurde durch die Flutwelle in schwere Mitleidenschaft gezogen, das Meuraxa Hospital in der gleichnamigen Region von Banda Aceh völlig zerstört. "Das mit österreichischen Fachleuten geplante und nun fertiggestellte neue General Hospital Meuraxa wird unter anderem 110 Betten, eine Kinderklinik, eine Basischirurgie, ein Laboratorium und eine Entbindungsstation umfassen", sagt Dr. Heidi Burkhart vom Hilfswerk Austria. Insgesamt sechs Millionen Euro sind in den Neubau geflossen, davon 2.651.000 Euro Spenden aus Österreich für "Nachbar in Not", aber auch österreichische Firmen wie etwa die auf Medizintechnik und Krankenhausmanagement spezialisierte Vamed-Gruppe unterstützten das Projekt mit Know-how und finanziellen Mitteln. Die feierliche Eröffnungszeremonie des General Hospitals Meuraxa am 11. November findet unter großem regionalem und überregionalem Interesse statt. Die österreichische Bundesministerin für Gesundheit, Familie und Jugend, Dr. Andrea Kdolsky, wird ebenso anwesend sein wie die indonesische Gesundheitsministerin Dr. Siti Fadilah.

"Die 'Nachbar in Not'-Südostasienhilfe war mit 32,5 Millionen Euro Spenden die bisher erfolgreichste österreichische Hilfsaktion für eine Katastrophe im Ausland. Insgesamt elf Millionen Euro der Spenden sind nach Indonesien geflossen. 'Nachbar in Not' ist in Indonesien im Rahmen von 18 Projekten tätig geworden. Es ist schön zu sehen, wie drei Jahre nach der erlebten Tragödie und mit Hilfe des uns von den Spenderinnen und Spendern anvertrauten Geldes in den Tsunami-Gebieten wieder so etwas wie Alltag einkehren konnte", sagt "Nachbar in Not"-Vorstand Michael Opriesnig.

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