Neues Volksblatt: "Die Lücke" (von Christian Buchar)

Ausgabe vom 3. November 2007

Linz (OTS) - Die Prognose ist eindeutig: 2015 stehen 5,27
Millionen Menschen in Österreich im klassischen Erwerbsalter zwischen 15 und 59 Jahren rund 2,07 Millionen Älteren gegenüber. 2050 sind es nur mehr fünf Millionen bis 59-Jährige, dafür 3,26 Millionen Ältere. Sich dieser für das gesamte Gesellschafts- und Sozialgefüge relevanten Entwicklung mittelfristig - nicht in tagespolitischen Krampf-"Lösungen" - zu stellen, wäre zweifellos zentrale Aufgabe der Politik. Ein nicht unwesentlicher Mosaikstein dazu steckt in einer steuerlichen Neubewertung der Familie. So lange sich die Verantwortungen und finanziellen Belastungen, die mit dem Großziehen von Kindern verbunden sind, nicht direkt im Steuerrecht abbilden, so lange bleibt auch die beste Familienförderung nur Stückwerk - wobei natürlich auch für Mütter und Väter mit kleinen Einkommen entsprechende Entlastungen sichergestellt werden müssen. Heute profitieren dagegen jene, die - aus welchen Gründen immer - keine Kinder haben, gleich mehrfach: vom aktuellen Wohlstand über die Beiträge der Kinder der Anderen bis hin zum Arbeitsmarkt. Das kann gesellschaftspolitisch nicht die ultimative Gerechtigkeits-Weisheit sein.

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