IGFA Jahrestreffen 2007 in Wien

Hahn: "Wissenschaft und Forschung spielen zentrale Rolle beim Klimaschutz"

Wien (OTS) - "Die Herausforderungen durch den Klimawandel und
Fragen des Klimaschutzes erfordern nicht nur internationale Koordination, sondern auch eine gewaltige nationale Anstrengung", erklärte Forschungsminister Johannes Hahn als Gastgeber beim Jahrestreffen der IGFA, der International Group of Funding Agencies for Global Change Research. "Klimaschutz ist ein besonderer Auftrag für Wissenschaft und Forschung. Österreich muss daher in den kommenden Jahren 30 bis 40 Millionen Euro aus dem Klimafonds in die Grundlagenforschung investieren, um letztlich mit fundierten wissenschaftlichen Forschungsergebnissen zu neuem Wissen zu gelangen", so Hahn. Die heurige IGFA-Jahrestagung findet zwischen 29. Oktober und 1. November in Wien statt.

Zum Thema "Ökonomischen Auswirkungen von Global Change und die Notwendigkeit des komplexen Systemansatzes bei Global Change Forschung und die damit verbundenen Herausforderungen für Wissenschaft und Forschung" tauschen sich die Professoren Michael Hanemann von der Berkeley University in Kalifornien und Nebojsa Nakicenovic vom International Institute of Applied Systems Analysis (IIASA) mit heimischen Wissenschafter/innen aus. Die Festveranstaltung findet am 31. Oktober in Wien statt. Hanemann, Leiter des kalifornischen Climate Change Centers, berät übrigens Gouverneur Arnold Schwarzenegger in der Klimapolitik. Nakicenovic arbeitete an den Assessment Reports im UNO-Weltklimarat (IPCC) mit, der heuer gemeinsam mit Al Gore mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde.

Das BMWF ist langjähriges Mitglied von IGFA und derzeit auch im IGFA-Steering-Committee vertreten. Forschungsminister Hahn verwies in seinem Statement auch auf die ressortinternen Forschungseinrichtungen wie die ZAMG, die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik, und auf die GBA, die Geologische Bundesanstalt. Beide Institutionen würden wertvolle Beiträge hinsichtlich der Klimaforschung, wie etwa dem Monitoring von Klimadaten, der Gletscherkunde und der Naturkatastrophen leisten. Den Fokus auf die Zusammenhänge von Natur und Gesellschaft lege insbesondere das Forschungsprogramm proVision.

IGFA ist ein globales Netzwerk von Fördereinrichtungen, das als Plattform zur grenzüberschreitenden Information und Diskussion von Klimaforschung und Global Change Forschung dient. Die aktuelle Tagung findet in Zusammenarbeit mit der Österreichischen Akademie der Wissenschaften statt.

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