Wlodkowski: Energieagentur bestätigt - Ökostrom rechnet sich

Evaluierungsbericht liegt nun vor

Wien (AIZ) - "Der nun vorliegende Evaluierungsbericht der Österreichischen Energieagentur bestätigt eindeutig: Ökostrom aus heimischer Produktion rechnet sich, der Nutzen ist nachweislich spürbar höher als die Kosten. Der Bericht zeigt, dass den geschätzten Gesamtkosten der Förderung von Ökostrom in der Höhe von EUR 198 Mio. ein Nutzen von EUR 573 Mio. gegenübersteht. Ökostrom reduziert die Importabhängigkeit, erhöht die Versorgungssicherheit und hilft mit, den Klimaschutz voranzutreiben", erklärte heute Gerhard Wlodkowski, Präsident der Landwirtschaftskammer Österreich.

"Das Ökostromgesetz 2002 hat zu einer Steigerung des Anteils von sonstigem Ökostrom (ohne Wasserkraft) an der Stromabgabe über öffentliche Stromnetze an Endverbraucher von 0,9% im Jahr 2002 auf voraussichtlich 8% im Jahr 2007 geführt. Die klimapolitische Bedeutung der Ökostromerzeugung wird dadurch unterstrichen, dass durch die Produktion von sonstigem Ökostrom im Jahr 2006 etwa 2,4 Mio. t CO2 substituiert wurden", stellt die Energieagentur in ihrem Bericht fest. Ökostrom habe in den letzten fünf Jahren auch seine Marktposition deutlich verbessert: der Unterstützungsbedarf pro erzeugter kWh für sonstigen Ökostrom habe sich halbiert.

Warnung vor sinkendem Ökostromanteil

Aufgrund der Rahmenbedingungen der Ökostromverordnung 2006 seien allerdings Neuanlagen vielfach nicht mehr wirtschaftlich erschienen. Im Jahr 2007 seien bisher nur 26% des kontrahierbaren Einspeisetarifvolumens ausgeschöpft worden, und selbst die Realisierung jener Projekte, die heuer einen Abnahmevertrag erhalten haben, erscheine in einer Reihe von Fällen nicht gesichert, merkt die Energieagentur kritisch an.

"Das im Ökostromgesetz verankerte 10%-Ziel für 2010 dürfte aufgrund dieser Entwicklung klar verfehlt werden: Von der im Jahr 2007 erreichten Marke von 8% komme es bis 2010 sogar zu einem leichten Absinken des (sonstigen) Ökostromanteils", warnt die Agentur. Als Ergebnis der Evaluierung ergebe sich daher ein "unmittelbarer und relativ umfassender Novellierungsbedarf des Ökostromgesetzes 2006". Dabei müssten auch tarifliche Anpassungen nach oben aufgrund des Anstiegs der Rohstoffpreise vorgenommen werden. Insgesamt sollte eine Sicherung des Anlagenbestands erfolgen mit dem Ziel, die Investitionssicherheit für bestehende und zukünftige Anlagen zu gewährleisten.

Versorgungssicherheit erhöhen

"Unser Land muss fast drei Viertel seines Primärenergiebedarfs aus Ländern importieren, die politisch und ökonomisch unsicher sind. Daher brauchen wir rasch intelligente Lösungskonzepte für eine bessere Energieeffizienz und mehr Wärme und Strom aus sicheren heimischen Energieträgern. Der weitere Ausbau der Ökostromproduktion ist daher nicht nur eine Frage der ökonomischen Vernunft, sondern bietet auch eine langfristige strategische Option auf mehr Versorgungssicherheit und Unabhängigkeit Österreichs", gab Wlodkowski zu bedenken.

Die Kurzfassung der Ökostrom-Evaluierung durch die Österreichische Energieagentur kann auf der AIZ-Homepage unter www.aiz.info als pdf-Dokument heruntergeladen werden.
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