Öllinger: Staatsanwaltschaft muss Ausführungen von Irving-Verteidiger Schaller zu Holocaust prüfen

"Zur Zeit"- Feier: Ein Gruselkabinett mit Holocaust-Leugnern

Wien (OTS) - "Es ist skandalös, wie selbstverständlich FPÖ-Abgeordnete wie Barbara Rosenkranz, Manfred Haimbuchner und Andreas Mölzer sich den Holocaust-Leugner David Irving per Video zu Gemüte führen, dem NDP- Präsidentschaftskandidaten Otto Scrinzi lauschen und Irving-Anwalt Herbert Schaller für seine Aussage, dass es keinen Sachbeweis für die Existenz von Gaskammern gebe, Applaus spenden. Das ist eine neue Qualität in der Verharmlosung und Leugnung des Holocaust und der NS-Verbrechen. Das ist ein wahres Gruselkabinett!", kritisiert Karl Ölllinger, stv. Klubobmann und Sozialsprecher der Grünen.Dass sich die FPÖ immer weniger geniert, gemeinsam mit Holocaust-Leugnern und Antisemiten aufzutreten, beweist Andreas Mölzer auch durch seine jüngste Initiative, auch die rechtsradikale NPD in ein Bündnis der europäischen Rechtsextremen einzubeziehen.

Die Erklärungen von FPÖ-Parteichef Strache, wonach er für eine klare Abgrenzung vom Nationalsozialismus eintrete, entlarven sich durch solche Aktivitäten von selbst. "Er müsste sich mittlerweile von seinen eigenen Abgeordneten distanzieren, die diese Aktivitäten setzen oder ihnen zumindest applaudieren", so Öllinger. Der Abgeordnete hofft, dass jedenfalls die Staatsanwaltschaft die Erklärungen des Irving-Verteidigers Schaller im Hinblick auf das Verbotsgesetz genau prüft.

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