"Best Ager: heute schon nachfragestark, morgen marktprägend"

"Zielgruppe Best Ager - Werbung für den Zukunftsmarkt" - Kick off-Veranstaltung eines neuen Aktionsprogramms für KMU

Wien (PWK828) - Die Zukunftsmärkte "Best Ager" und Gesundheit sind aufgrund ihrer stetig wachsenden Bedeutung Schwerpunktthemen eines gemeinsamen KMU-Aktionsprogramms 2007/08 von WKÖ und Wirtschaftsministerium. Im Rahmen dieses Programms werden die Unternehmer durch Veranstaltungen, Enqueten, Broschüren und Beratungsgespräche über diese und andere aktuelle Themen informiert.

Als Auftaktveranstaltung fand Dienstag Abend im Haus der Kaufmannschaft eine Podiumsdiskussion zum Thema "Zielgruppe Best Ager - Werbung für den Zukunftsmarkt" statt. Wie der Leiter der Wirtschaftspolitischen Abteilung in der WKÖ, Harald Kaszanits, einleitend feststellte, stellt die Alterung der Bevölkerung die Unternehmen vor neue Herausforderungen. Die demografisch bedingten Marktveränderungen seien zwar langsam und mitunter unmerklich, ein Handlungsbedarf ergebe sich aber schon heute. "Es wird den wirtschaftlichen Erfolg vieler Unternehmen bestimmen, welche Strategien sie einschlagen und welche Zielgruppen sie ansprechen", so Kaszanits. "Die Best Ager, also die Gruppe der 50-bis 65-jährigen, sind heute schon nachfragestark, und morgen marktprägend".

Wie Peter Drössler, Obmann des Fachverbands Werbung und Marktkommunikation in der WKÖ, in seinem Eröffnungsstatement feststellte, "sind wir alle mal Best Ager". Man könne sich nicht früh genug darauf vorbereiten. Drössler verwies darauf, dass sich in dieser Zielgruppe nicht nur die Konsum- und Nutzungsgewohnheiten gegenüber früher wesentlich geändert haben, sondern sich unter den "jungen Alten" auch zunehmend Unternehmensgründer finden. "Wir haben es mit einer in jeder Hinsicht sehr unternehmungsfreudigen Zielgruppe mit speziellen Bedürfnissen zu tun, auf die wir noch stärker eingehen müssen".

Einig waren sich die Podiumsdiskutanten - David Pfarrhofer (market Institut), Elisabeth Ochsner (PanMedia Western) und Reinhard Pickl (Werbeagentur Reichl und Partner) - darüber, dass es sich bei den "Best Agers" um keine einfache Zielgruppe handelt, die sich nicht so ohne weiteres "schubladisieren" lässt. Es gebe hier unterschiedliche Lebens- und Konsumtypen, und es sei Aufgabe der Marktforschung, die Daten für eine adäquate Zielgruppenansprache herauszufinden. Übereinstimmend wurde festgestellt, dass die Best Ager, die "Youngsters unter den Senioren" (Pfarrhofer), über mehr Geldmittel denn je verfügen und auch bereit sind, dieses auszugeben.

Die richtige Kommunikation sei jedenfalls ein wichtiges Thema. "Die Wirtschaft hat hier noch einen gewaltigen Aufholbedarf. Denn die jungen Alten sind der Markt von morgen", sagte Pfarrhofer. Auch Ochsner sprach sich für eine differenziertere Betrachtungsweise aus, was entsprechende Anforderungen an die Kommunikationsplanung stelle. Die diversen gängigen Etikettierungen, wie beispielsweise "50plus", sagten überhaupt nichts. "Wesentlich ist, ob die betreffende Person noch im Arbeitsprozess verankert ist. Davon hängen ihre Bedürfnisse ab". Auch Pickl plädierte dafür, vom "ominösen Begriff 50plus" wegzukommen und zu einem "bedürfnisorientiertem Marketing" zu gelangen. Festzustellen sei jedenfalls ein steigendes Interesse an Themen wie Gesundheit, Qualität, Sicherheit, Sparsamkeit, aber auch Genuss und Geselligkeit, während das Interesse an neuen Produkten mit steigendem Alter abnimmt. (hp)

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