BM Schmied: Novelle zum Schulzeitgesetz bringt ab dem Schuljahr 2008/09 bessere Planungsmöglichkeiten für die Schulpartner

Wien (OTS) - "Schulfreie Zeiten sollen mit dem Berufsleben der Eltern und dem Familienleben vereinbar sein. Entsprechend dem Wunsch der Eltern werden zwei der derzeit vier bzw. fünf schulautonomen Tage landesweit einheitlich geregelt. Das bringt vor allem für berufstätige Eltern und Mehrkindfamilien eine bessere Planbarkeit der freien Tage", betont Bildungsministerin Claudia Schmied anlässlich der Novelle zum Schulzeitgesetz. "Die Gesetzesnovelle ist auf Vorschlag der Schulpartner erarbeitet worden und soll mit Schuljahr 2008/09 in Kraft treten", so die Ministerin.

Ausgangspunkt für die Änderung der schulautonomen Tage war eine Umfrage der Elternvereins-Dachverbände, wonach sich 82 Prozent eine Umwandlung der schulautonomen Tage in einheitlich verordnete schulfreie "Fenstertage" wünschen. Nach einem Schulpartnergipfel im März 2007 und intensiven Verhandlungen mit Vertreter und Vertreterinnen der Eltern, Lehrerinnen und Lehrer sowie Schülerinnen und Schüler ist es zu einer gemeinsamen Lösung gekommen: An den Volks- und Hauptschulen (derzeit vier) sowie an den mit 5-Tage-Woche geführten Langformen der allgemein bildenden höheren Schulen (derzeit fünf) sollen künftig zwei der schulautonomen Tage landesweit einheitlich geregelt werden. In Abstimmung der Bundes- und Landesbehörden wird für zwei "Fenstertage" eine für das jeweilige Bundesland einheitliche Regelung getroffen. Bei einem hohen Anteil Bundesländer überschreitender Schulbesuche erfolgt zudem eine Abstimmung mit den Behörden des jeweils benachbarten Bundeslandes.

An den reinen Oberstufenformen (Oberstufenrealgymnasium, berufsbildende mittlere und höhere Schulen, Bildungsanstalten für Kindergartenpädagogik und für Sozialpädagogik) sowie an allgemein bildenden höheren Schulen mit 6-Tage-Woche soll weiterhin ausschließlich schulautonom über die schulautonomen Tage entschieden werden.

Nach Beschluss im Ministerrat am 31. Oktober 2007 und parlamentarischer Behandlung wird die Novelle des Schulzeitgesetzes mit 1. Jänner 2008 in Kraft treten. Um die Planungssicherheit für Familien und Schulen zu gewährleisten, sollen die Verordnungen für die landesweite Schulfreierklärung zweier schulautonomer Tage bis spätestens Ende September des vorangehenden Schuljahres erlassen sein. Für das Schuljahr 2008/09 wird es eine Übergangsregelung geben, wonach die Verordnungen bis zum Ende des 1. Semesters des Schuljahres 2007/08 zu erlassen sind.

Die Schulpartnervereinbarung umfasst auch eine klare Regelung der Terminisierung der Wiederholungsprüfungen. "Künftig finden Wiederholungsprüfungen grundsätzlich am Montag und Dienstag der ersten Schulwoche statt, wobei der Unterrichtsbeginn am Montag durch die Nachprüfungen nicht eingeschränkt werden darf", betont Bildungsministerin Claudia Schmied zur Novelle des Schulunterrichtsgesetzes.

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