Metaller-Abschluß: DOLINSCHEK: "Regierung muß Steuersenkungsprogramm in Angriff nehmen"

"Den Arbeitnehmern bleiben durch die kalte Progression immer weniger Geld über"

Wien (OTS) - "Wenn nun die Bundesregierung nach dem erzielten Gehaltsabschluß bei den Metallern nicht hergeht und eine vorgezogene Steuerreform in Angriff nimmt oder zumindest eine Steuersenkung etwa durch eine Anhebung der Einkommenssteuerstufen initiiert, dann frießt die kalte Progression zu 100 Prozent die Einmalzahlungen auf und mit Abzug der Inflationsrate beläuft sich die Lohnerhöhung dann lediglich auf 1,5 Prozent. "Um diese Lohnerhöhung daher aber 1:1 weitergeben zu können, muß die Regierung ein Steuersenkungsprogramm mit 1. Jänner 2008 durchführen", meinte heute der Kärntner BZÖ- Abgeordnete Sigisbert Dolinschek. "Sozialminister Buchinger ist aber mit seiner Forderung nach 4 Prozent mehr Lohn für alle de facto gescheitert, denn jedem Mitarbeiter rinnt diese Erhöhung durch die Finger", so Dolinschek weiter.

Überdies problematisch sei , so Dolinschek weiter, daß in Betrieben, in denen es keinen Betriebsrat gebe, diese Einmalzahlung, wo der Betrieb Gewinne mache, gar nicht verhandelt werden könne. "Wenn man die Wertschöpfung, die die Unternehmen kassieren und auch die Steigerungsraten bei den Managertraumgagen betrachtet, dann ist dieser Lohnabschluß äußerst dürftig", stellte Dolinschek fest.

Die Wirtschaftsforscher prognostizierten ein Wirtschaftswachstum für das nächste Jahr von über 2, 5 Prozent. Die Gewinne seien von 1998 bis 2008 um 80 Prozent gestiegen, die Löhne hingegen aber nur um 35 Prozent. "Den Arbeitnehmern bleiben durch die kalte Progression immer weniger Geld über. Laut einer OECD-Berechnung ist die Lohnquote von 1995 bis 2005 von 66,2 Prozent auf 60 Prozent gesunken. Da auch die Gewerkschaft und die AK ein Vorziehen der Steuerreform gefordert haben, sollte dieser Umstand der Regierung doch endlich zu denken geben", schloß Dolinschek.

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