26. Stahlbautag im Zeichen der Leistungsfähigkeit der heimischen Industrie

Hoher Exportanteil und internationale Reputation der Stahlbauer - erstmals Stahlbaupreis verliehen

Wien (PWK827) - Mitte Oktober fand der diesjährige, 26. Österreichische Stahlbautag (ÖSTV) in der Stahlstadt Linz statt. 240 Teilnehmer sind dem Ruf des Österreichischen Stahlbauverbandes zu dieser Präsentation aktueller Leistungsfähigkeit unserer Stahlbauer, Architekten und Planer ins Herz der österreichischen Stahlerzeugung und der stahlverarbeitenden Industrie gefolgt.

Präsident Peter ZEMAN konnte eine erfreulich große Teilnehmerrunde aus Österreich, Deutschland, Schweiz, Slowakei und Ungarn begrüßen. Der hohe Exportanteil und die internationale Reputation unserer Stahlbauer standen im Mittelpunkt seiner Ausführungen. Besonders stolz zeigt er sich auch auf die rasche, harmonische und sehr wirkungsvolle Problemlösung in der Frage "Vermeidung von Rissen an feuerverzinkten Stahlbauteilen". Diese dürfte europaweit einmalig sein und wird den Qualitätsstandard für verzinkte Stahlkonstruktionen, nicht zuletzt zum Kundennutzen, auf eine bisher nicht da gewesene Ebene anheben. Stadtrat Klaus LUGER übernahm stellvertretend für den Linzer Bürgermeister Franz DOBUSCH die Eröffnung der Tagung und wies dabei im Besonderen auf die kommenden Aufgaben der Stadtregierung in Zusammenhang mit der Ernennung von Linz zur Europäischen Kulturhauptstadt 2009 hin. Dabei wird moderner Stahlbau bei der Ausführung standfester und nachhaltig konzipierter Hochbauten, die einen hohen Anteil von Grünflächen in der Stadt sichern sollen, eine besondere Rolle spielen.

Tenor der Fachvorträge war der Stellenwert von Großprojekten im Stahlbau: Architekt Albert WIMMER zeigte, dass Österreich (zumindest die Stadien betreffend) bestens auf die Fußball-Europameisterschaft 2008 vorbereitet ist und diese Großbauten nach solchen internationalen Events wieder relativ einfach rückgebaut werden müssen und können - Stahlbau macht so etwas möglich! Johann SISCHKA -bei österreichischen Stahlbau-Events nicht mehr wegzudenken - zeigte internationale Großprojekte wie die vor wenigen Wochen in Luxemburg mit dem Europäischen Stahlbaupreis prämierte "Shopping Mall Zlote Tarasy" oder "Megabauten" in den arabischen Ländern, wo nur besonders renommierte Unternehmen und Architekten tätig werden können.

Weitere Schwerpunkte des Stahlbautages wurden durch Berichte über moderne Korrosionsschutzentwicklungen gesetzt, wobei insbesondere die maßgenaue Brandschutzbeschichtung und die in wenigen Wochen erscheinende "Österreichische Richtlinie zum Stückverzinken von Stahlbauteilen" im Mittelpunkt des Interesses standen. Die Vortragenden FORTELNY, HOLZER und KOPF übernahmen den für alle Stahlbauer besonders wichtigen Part der Veranstaltung.

Dass auch im (Stahl)bau hin und wieder Differenzen zwischen Gewerken oder zwischen Auftraggeber / Auftragnehmer vorkommen und dann Rechtsnormen die weiteren Abläufe maßgeblich beeinflussen können zeigte der Vortrag von Christian FALKNER, Rechtsanwalt in Baden, deutlich.

Im Rahmen des Österreichische n Stahlbautag s wurde auch erstmalig der Österreichischen Stahlbaupreis ´verliehen. Anders als bei internationalen Auszeichnungen, wie beispielsweise dem European Steel Award, sollen dabei aktuelle Leistungen österreichischer Stahlbauer, Planer, Architekten, Ingenieurkonsulenten und darüber hinaus aller mit dem Stahlbau in Österreich befassten Mitglieder des Österreichischen Stahlbauverbandes einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt werden. Zugelassen wurden dabei Stahlbauprojekte, die in den letzten beiden Jahren in Österreich errichtet wurden, die Anzahl der Einreichungen je Mitglied war beliebig. Als klarer Sieger ging das Projekt "GALZIG-BAHN, TALSTATION" der Firma UNGER STAHLBAU Ges.m.b.H. aus einem Voting hervor. Der 2. Preis ging an das Projekt "ERWEITERUNG DES TIVOLISTADIONS FÜR DIE FUSSBALLEUROPAMEISTERSCHAFT 2008" der Firma ZEMAN & CO GMBH. Den 3. Preis erhielt das Projekt "HOFÜBERDACHUNG KESSELHAUS DER HOFBURG" des Unternehmens WAAGNER-BIRO STAHLBAU AG.

Der Österreichische Stahlbauverband (ÖSTV) vertritt 70 Mitglieder aus allen stahlbaunahen Bereichen gegenüber dem Gesetzgeber, den Behörden und anderen Institutionen mit dem Ziel, den Stahlbau zu fördern. Experten bearbeiten in technischen und wirtschaftsorientierten Gremien aktiv aktuelle Themen des Stahlbaus. Weiters werden zahlreiche Richtlinien und Broschüren für den Stahlbau publiziert. (us)

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