ÖAMTC: Licht am Tag fällt heute im Ministerrat - Fahrlichtschaltungen bleiben erlaubt

Fahrzeuge müssen nicht wieder umgerüstet werden - Außerdem: Verbesserung bei der Kindersicherung

Wien (OTS) - Heute beschließt der Ministerrat das endgültige Aus für Licht am Tag. Bis 1. Jänner 2008 kann aber noch gestraft werden. Viele Fahrzeuglenker haben befürchtet, dass sie ihr auf Fahrlichtschaltung umgerüstetes Fahrzeug auf eigene Kosten wieder zurückbauen lassen müssten. Für all jene gibt der ÖAMTC aber Entwarnung. "Fahrlichtschaltungen, die Abblendlicht oder Nebelscheinwerfer automatisch mit der Zündung aufdrehen, bleiben auch nach dem Aus für Licht am Tag erlaubt", sagt Mario Rohracher, Chef der ÖAMTC-Interessenvertretung.

Der Club zeigt sich mit dieser Lösung zufrieden, weil dadurch die Vorteile von Tagfahrlicht nicht in Frage gestellt wurden, die ja bereits in mehr als 40 internationalen Studien als unfallreduzierend nachgewiesen werden konnten. "Der ÖAMTC wird Verkehrsminister Faymann bei seinen Bemühungen unterstützen, auf EU-Ebene verpflichtend serienmäßiges Tagfahrlicht für alle neu zugelassenen Fahrzeuge so rasch als möglich umzusetzen", sagt Rohracher. Die Vorteile liegen auf der Hand: Tagfahrlicht blendet nicht, ist nur so hell, wie es im Sinne der Verkehrssicherheit sein muss, der Energieverbrauch ist verschwindend gering und ein Lampentausch wird nahezu unnötig, weil es auf die Lebensdauer des Fahrzeugs ausgerichtet ist.

Derzeit besteht bereits in 22 europäischen Ländern die Verpflichtung auch bei Tag mit Licht zu fahren, in drei weiteren Staaten (Deutschland, Schweiz und Frankreich) wird dies empfohlen. Österreicher, die ins Ausland fahren, sollten sich daher vorher genau erkundigen, wo Lichtpflicht besteht, um zum Teil sehr hohe Strafen zu vermeiden. Eine genaue Auflistung der Länder mit gesetzlicher Lichtpflicht ist unter www.oeamtc.at abrufbar.

Weitere wichtige Inhalte der 29. Novelle des Kraftfahrgesetzes:

* Ab 1. September 2008 gilt auch in Autobussen zur Schülerbeförderung die Regel "Ein eigener Platz für jedes Kind". "Leider gibt es nach wie vor keine Bestimmungen für Linienbusse und Taxis zur speziellen Kindersicherung", sagt der Chef der ÖAMTC-Interessenvertretung. In Linienbussen gilt immer noch die veraltete 3=2 Regelung und in Taxis müssen keine Kindersitze mitgeführt werden.

* Anstelle der diskutierten Aufnahme von vorschriftswidrigem Telefonieren am Steuer in die Liste der Vormerkdelikte wird ab 1. Jänner das Organmandat von 25 Euro auf 50 Euro erhöht. Weitere Erhöhungen von Verkehrsstrafen im Bereich des Kraffahrgesetzes, die vom ÖAMTC kritisiert wurden, sind jedoch vom Tisch.

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