FORMAT: Architektur und Konstruktion des Airport-Terminals Skylink laut OGH abgekupfert

Flughafen zu Schadensersatzzahlungen verdonnert

Wien (OTS) - Eine für den Flughafen Wien (VIE) peinliche Affäre zieht nun die Vergabe des Planungsauftrages für das Prestigeprojekt Skylink im Jahr 1999 nach sich. Laut einem dem Wirtschaftsmagazin FORMAT vorliegenden Urteil des Obersten Gerichtshofes sind Architektur und Konstruktion des Terminals abgekupfert. Der Flughafen wurde zu einer Entschädigungszahlung verdonnert. Das berichtet das Magazin in seiner aktuellen Ausgabe.

Der Auftrag war im Jahr 2000 an das Schweizer Architektengemeinschaft Itten+Brechbühl/Baumschlager-Eberle vergeben worden, berichtet FORMAT. In dem an die Auslobung angeschlossenen Verhandlungsverfahren sei in der Endausscheidung eine Wiener Architektengemeinschaft um das Büro Frank & Partner unterlegen. Architekt Sepp Frank beschritt den zivilrechtlichen Weg, nachdem er festgestellt zu haben meinte, dass der VIE in der Endversion des Skylink im Wesentlichen seine Pläne umgesetzt hatte.

Der OGH gab Frank nun Recht. "Der ... geltend gemachte Anspruch ist ... dem Grunde nach berechtigt", heißt es in dem Urteil. "Die Beklagte (Der Flughafen, Anm.), die sich das ... Ideengut angeeignet hat, hat der Klägerin ein angemessenes Entgelt für den erlangten Vorteil zu leisten". Wie hoch der Schadenersatz ausfallen wird, wird nun in einem weiteren Verfahren festgelegt.

Flughafen-Vorstand Christian Domany betonte gegenüber FORMAT, dass die Auftragsvergabe im Vorfeld der OGH-Entscheidung von allen Vergabekontrollinstanzen bis hin zum Verwaltungsgerichtshof als korrekt befunden worden war. Beim Flughafen wird nun geklärt, ob die Schadenersatzzahlungen er selbst zu leisten hat, oder Skylink-Planungspartner Itten+Brechbühl/Baumschlager-Eberle, schreibt FORMAT.

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