Hofer: Mitbürger, es ist an der Zeit!

FPÖ: Gentechnik-Vergewaltigung Österreichs ist nicht hinzunehmen

Wien (OTS) - Den Aufruf seines legendären Namensvetters
wiederholte heute in aktualisierter Form der stellvertretende freiheitliche Bundesparteiobmann und Umweltsprecher NAbg Norbert Hofer. "Es ist für uns Österreicher heute tatsächlich an der Zeit, über unsere Rolle im unter falschen Prämissen vereinigten Europa nachzudenken", so Norbert Hofer. "Die gestrige Entscheidung der EU-Umweltminister, Österreichs Gentechnik-Importverbote der teilweisen Aufhebung durch die EU-Kommission zuzuführen, zeigt vor allem anderen eines: unsere Ohnmacht."

Der Turbonettozahler Österreich genieße in Unionseuropa zwei Entrechtungen: zu kuschen und das Brüsseler Diktat umzusetzen, so Hofer. Er fühle sich dabei an das biblische Bild von der rechten und der linken Wange erinnert. Ins Verhältnis Österreichs zu Unionseuropa übertragen, müsste das Zitat aus der Bergpredigt lauten: Wer dich plündert, dem öffne die Börse.

"Es ist unerträglich, wie herablassend mit Österreich von Seiten Brüssels, aber auch von Seiten der eigenen Regierung umgegangen werde", empört sich Hofer. "Mehr als drei Viertel der Österreicher stehen der Grünen Gentechnik ablehnend gegenüber. Sie gegen ihren Willen zum Import und damit der Zwangskonsumation gentechnisch veränderter Produkte zu nötigen, ist ein Akt beispielloser Demokratieverachtung und vorsätzlichen Volksinteressenverrates."

Weder die Brüsseler Eurokratur noch die rotschwarze Demokratur schere sich um Bedürfnisse und Vorbehalte der Bevölkerung, kritisiert Hofer. "Sowohl die fahrlässig unsere Selbstbestimmungsrechte ausverkaufende Regierung als auch die österreichische Mitgliedschaft in einem von Lobbywillkür und Konzerntyrannei regierten Europa sind angesichts der gestrigen Entscheidung der EU-Umweltminister zu hinterfragen. Das verlogene Doppelspiel der ÖVP, deren Vertreter gleichzeitig pro und contra Gentechnik argumentierten, um der Bevölkerung Sand in die Augen zu streuen und gleichzeitig Brüssel zu Willen zu sein, führt zur völligen Aushöhlung unserer Souveränität."

Nach der Selbstbestimmung über unsere Nahrungsmittel, so Hofer, werden die schwarzen Sensenmänner unserer Unabhängigkeit als nächstes den österreichischen Wasserschatz feilbieten. Unser Land werde damit sehenden Auges in ausweglose Abhängigkeiten getrieben. Der Weg in die Fremdbestimmung werde mit den Steuergeldern der desinformierten, entmündigten eigenen Bevölkerung finanziert. "Das ist die ultimative Perversion", stellt der stellvertretende FPÖ-Bundesparteiobmann fest. "Für die FPÖ erfordert diese unerträgliche Situation drei Konsequenzen. Erstens Neuverhandlungen über die österreichischen Beitragszahlungen an Brüssel. Zweitens die Abhaltung einer Volksabstimmung über den EU-Reformvertrag. Drittens einen innerösterreichischen Schulterschluss, mit dem Ziel ein gangbares Austrittsszenario aus einem demokratiefeindlichen Brüsseler Bevormundungsapparat zu entwickeln."

Abschließend meint Norbert Hofer: "Angesichts dieser von der EU-Kommission angezettelten Ohrfeige durch die EU-Umweltminister müssen wir Rückgrat beweisen und unserem Handeln das Motto >Jetzt erst recht!< voranstellen. Wir müssen die getroffene Entscheidung zwar zur Kenntnis nehmen. Österreich hat aber die Möglichkeit, in anderen wichtigen Fragen sein Veto entgegenzuhalten. Wer uns die Mündigkeit abspricht, darf nicht unsere Kooperationsbereitschaft erwarten."

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