"MONITOR": Softwarebranche boomt, leidet aber unter Fachkräftemangel

Firmen investieren mehr - Nachfrage nach Innovationen steigt - Fachkräftemangel bremst die Entwicklung

Wien (OTS) - Österreichs Softwarehersteller setzen pro Jahr an die zehn Milliarden Euro um und damit mehr als ein Drittel der gesamten IKT-Branche. 2007 war insofern besonders erfreulich, als durch die blendende Konjunktur österreichische Unternehmen wieder kräftig in Software investiert haben. Außerdem hätten nicht nur die Programmierer, sondern auch die Implementierer alle Hände voll zu tun, die Firmen bei ihrer fortgesetzten Ost-Expansion zu unterstützen, schreibt Conrad Gruber im IT-B2B-Magazin MONITOR.

Aktuelle Wachstumstreiber sind vor allem Compliance, also die transparente Unternehmensführung bis hin zur Korruptionsbekämpfung, die Industrieautomation im Sektor Product Lifecycle Management und das E-Government. Gleichzeitig freut sich die Branche darüber, dass mit der "Plattform Digitales Österreich" eine zentrale Schaltstelle für IT und Software unter der Ägide des Bundeskanzleramts geschaffen worden ist. Damit hat sich eine Langzeitforderung der IKT-Unternehmen teilweise erfüllt, auch wenn ihnen ein eigener IT-Minister noch lieber gewesen wäre.

Neben erhöhter Investitionsbereitschaft gibt es bei den Auftraggebern auch eine erhöhte Neigung zur Innovation. Man traut sich wieder, Neues zu machen, auch wenn es sich nicht sofort rentiert. Neben Einzellösungen werden aber auch IT-Prozesse und die dazugehörende Software immer wichtiger, und damit das große Kapitel Enterprise Ressource Planning, sowie die IT-Sicherheit. Treiber der kommenden Jahre dürften Mobility- und Kommunikationslösungen werden.

Dass der Branche trotzdem nicht nur zum Feiern zu mute ist, liegt am schon fast chronischen Fachkräftemangel. Unternehmen wie Beko helfen sich damit, dass sie zumindest einen Teil des benötigten Personals selbst ausbilden. Firmenchef Peter Kotauczek - zugleich Präsident des Verbands der Österreichischen Softwareindustrie -kritisiert, dass es hierzulande keine Ausbildung für die Kombination von Ingenieurs- und IT-Wissen mit Schwerpunkt Software gäbe.

Leopold Bauernfeind, Chef des E-Government-Software-Spezialisten Fabasoft, wiederum bemängelt, dass trotz guter Gehälter zu wenig Frauen für diese Berufe begeistert werden könnten. Dabei hätten Frauen die größere Sozialkompetenz und mit dem Teleworking könnte in einem Programmierberuf auch eine Karenzpause leicht abgefangen werden. Mehr dazu in der MONITOR-Sonderausgabe "Software".

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