Wirtschaftsstandort Kärnten präsentierte sich in Stuttgart

LH Haider lud deutsche Unternehmer zum Investieren in Kärnten ein - Mahle und Sinnex stellten sich Kärntner Delegation vor - Mahle will Turbolader ab 2010/11 in Kärnten produzieren

Klagenfurt (LPD) - Kärnten und die deutsche Metropole Stuttgart haben viele erfolgreiche wirtschaftliche Verbindungen. Mit großem Interesse wurde daher am Donnerstag in der Hauptstadt Baden-Württembergs die Standort-Präsentation der Entwicklungsagentur Kärnten (EAK) aufgenommen. Eine Gruppe Kärntner Journalisten konnte zusammen mit Landeshauptmann Jörg Haider zwei Unternehmen näher kennen lernen, die von Stuttgart und Kärnten aus den internationalen Markt erobern: Die MAHLE Filtersysteme GmbH und die Sinnex Innenausbau GmbH. Am Donnerstag Abend gaben der Landeshauptmann und Österreichs Honorarkonsul Cornelius Grupp einen Empfang anlässlich des Österreichischen Nationalfeiertages.

Im Rahmen des Empfanges lud der Landeshauptmann die deutschen Unternehmer dazu ein, in Kärnten zu investieren. Er verwies auf den erfolgreichen Strukturwandel und das riesige Wachstumspotential des Wirtschaftstandortes. Er sprach die Brückenfunktion an, die unser Bundesland in die neuen Märkte Süd- und Südosteuropas habe und strich die guten Beziehungen zu den Nachbarregionen hervor. Die Qualität des Standortes sei hoch, weil man auf Technologie- und Hochtechnologie setze sowie Ausbildungsangebote forciere. Kärnten biete ausgezeichnete Fachkräfte, die sich auch mit den Unternehmen identifizieren würden. "Sie sind begeisterte Mahle-, Tubex- und Sinnex-Mitarbeiter", betonte er im Hinblick auf die Stuttgarter Firmen in Kärnten. "Wir sind entscheidungsfreudig, entscheidungsstark, verlässlich und unser Handschlag gilt", sagte er in Richtung potentieller Investoren. Ihnen legte er auch das "sehr gute Klima im Land" sowie die "besonders positive Atmosphäre" nahe. Mit der Präsentation habe man den Unternehmern Lust auf Kärnten machen wollen. "Wenn sie sich mit unserem Land wirtschaftlich einlassen, werden Sie sich in Kärnten verlieben", meinte Haider.

Honorarkonsul und Unternehmer Cornelius Grupp, zu dessen Firmengruppe auch Tubex in Wolfsberg gehört, nannte Kärnten "ein besonderes Juwel, eine Perle in Österreich". Er sagte, dass in Kärnten sehr ernsthaft und heftig gearbeitet werde und dass das Land reich an Ressourcen im Service- und Produktionsbereich sei. "Wir sind stolz auf unsere Mitarbeiter in Kärnten", streute er auch den Tubex-Beschäftigten Rosen.

EAK-Geschäftsführerin Sabrina Schütz-Oberländer strich den "Wohlfühlcharakter" Kärntens hervor und sagte, dass das Land viel in die Ausbildung investiere. Vor allem am Technologiesektor habe Kärnten stark aufgeholt, meinte sie und verwies auf große in Kärnten tätige Konzerne wie Infineon oder Mahle.

Bernhard Bachleitner von der Austrian Business Agency (ABA) sagte, dass die ABA kein Paket anbiete, das für alle gleich sei, sondern in der Beratung individuell auf die Unternehmen eingehe. Unterstützung für die österreichischen Ansiedlungsagenturen und österreichische Firmen im Ausland gibt es auch von der Handelsdelegation der Wirtschaftskammer Österreich, wie deren Vertreter Michael Love erklärte.

Ein wichtiger Punkt bei der Kärntenpräsentation in Stuttgart war natürlich die EURO 2008. Kärntens EM-Koordinator Jörg Schretter kündigte ein tolles Programm für Jung und Alt an. In Deutschland sei noch die WM-Stimmung da, deshalb könne Kärnten das Fußballherz der Deutschen sehr gut erreichen. "Hinter Fußball steht auch viel Business", sagte Schretter zu den Unternehmern.

Beim Empfang im Honorarkonsulat, den Marco Ventre mit viel Witz und Charme zu einem großen Teil auf Schwäbisch moderierte, sprachen auch Mahle-Geschäftsführer Peter Grunow und Sinnex-Geschäftsführer Klaus Mitterlindner über die Standortvorteile Kärntens. Im Laufe des Donnerstags hatten beide der Kärntner Delegation bereits über die Tätigkeitsfelder ihrer Unternehmen berichtet.

Grunow erklärte beim Mahle-Betriebsbesuch, dass man 110 Standorte auf vier Kontinenten mit insgesamt rund 47.000 Mitarbeitern habe. 2.200 Mitarbeiter seien an den Kärntner Mahle-Standorten in St. Michael ob Bleiburg und Wolfsberg beschäftigt. Das seien rund fünf Prozent des gesamten Mahle-Konzerns. St. Michael ob Bleiburg sei einer der größten Mahle-Standorte und auch bei der Performance an der Spitze im europäischen Standortevergleich, sagte Grunow. In Wolfsberg sei man stolz auf die enge Zusammenarbeit mit der HTL. Mahle tue viel für die Qualifizierung seiner Mitarbeiter, habe in Kärnten rund 150 Lehrlinge. Die Zusammenarbeit mit den HTLs und Hochschulen wolle man in Kärnten konsequent ausbauen. Grunow sprach auch die hohe Identifikation der Kärntner Mitarbeiter mit dem Unternehmen an.

Über das Mahle-Turboladerwerk, das in Kärnten aufgebaut werden soll, informierte der zuständige Entwickler Uwe Mohr. Bereits 2010/11 wolle Mahle mit der Produktion der Turbolader starten. Stehen solle die Halle 2009, der Spatenstich könnte also bereits nächstes Jahr erfolgen. Längerfristiges Ziel ist laut Mohr eine Produktion von 1,5 Mio. Stück, wofür man in St. Michael ob Bleiburg rund 500 Mitarbeiter brauchen würde. Enormes Marktpotential sieht Mahle in Turboladern für die neue Generation der Benzinmotoren.

Klaus Mitterlindner berichtete der Delegation über Sinnex, das hochwertigste Innenausbauten für Luxusyachten, Luxusappartements, öffentliche Gebäude und Privatflugzeuge fertigt. Sinnex habe insgesamt 110 Mitarbeiter, die gesamte Produktion erfolge mit 90 eigenen Leuten in Griffen. Gute Kooperationen habe man zudem mit kleinen Kärntner Firmen, wie Tischlern, Malern oder Sattlern. Mitterlindner und sein Partner Walter Puschl stammen beide ursprünglich aus Österreich und sind beide gelernte Tischler. Für den Produktionsstandort Kärnten habe sich Sinnex entschieden, weil sich das alte ARA-Areal in Griffen optimal angeboten habe und auch die Steuersituation in Österreich sehr interessant sei. Die Qualität der Kärntner Firmen, mit denen Sinnex zusammenarbeitet, sei ebenfalls ausschlaggebend gewesen. Mitterlindner erwähnte die große Unterstützung durch die EAK und das Land Kärnten bei der Betriebsansiedelung. So habe man im Feber 2004 das Areal in Griffen gekauft und innerhalb von fünf Monaten eine komplette Fabrik mit Produktion hinstellen können. Mitterlindner sagte, dass Sinnex auch selber ausbilde. Geplant sei eine Lehrwerkstätte innerhalb des Betriebes mit vorerst sechs Plätzen.

(S E R V I C E: Infos unter: www.mahle.com, www.sinnex.com, www.entwicklungsagentur.at, www.aba.gv.at)
(Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Kärntner Landesregierung
Landespressedienst
Tel.: 05- 0536-22 852
http://www.ktn.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NKL0002